Die besten Tipps für Abenteuer Urlaub in Nepal

5. Dezember 2014

Schon am Flughafen von Kathmandu kommen die Touristen zusammen, die Abenteuer Urlaub in Nepal machen. Man erkennt sie an den Wanderschuhen und Rucksäcken der bekannten Outdoor-Marken. Sie alle suchen mit einem exklusiven Trip ins Himalaya das letzte Abenteuer, die Wildnis, das Risiko oder die unberührte Natur.

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Kajak-Touren beim Abenteuer Urlaub in Nepal

Sukute Beach ist der Ausgangspunkt für erlebnisreiche Kajak-Touren. Circa 100 Kilometer nordöstlich von Kathmandu ist man noch nicht im Hochgebirge, vielmehr bewegt man sich von der Hauptstadt hinunter bis auf „nur“ noch gut 900 Meter über dem Meeresspiegel. Hier fließt der Fluss, aus dem die Wildwasser-Träume sind.

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Für Anfänger ist das Gebiet keineswegs geeignet, eher für Profis, die sich selten überschlagen oder sich nach einem Überschlag auch wieder selbstständig aufrichten können. Der Anblick ist jedoch für alle Besucher schön: Der reißende Fluss bahnt sich seinen Weg über feinen Kies und wird von riesigen Felsblöcken getrennt. Beach heißt der Ort, weil hier ein wenig Sand aufgeschüttet wurde, um einen künstlichen Strand am Fluss zu bauen.

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An diesem Beach hat man ein kleines Camp hochgezogen, das Safari-Zelte zum Schlafen bietet, das obligatorische Loch-Plumpsklo mit einem Eimer Wasser zum Nachspülen, aber auch exzellentes nepalesisches Essen. Dal zum Bespiel, fried rice oder leckere Gemüse-Currys. Dazu das hauchfeine Linsenbrot Papadam.

Viele Gäste kommen mit Organisatoren von Abenteuer-Touren hierhin. Es sind vorwiegend junge Leute, die aber kaufkräftig sind und den langen Flug und die Reiseorganisation bezahlen können. Auch wenn der Hotelstandard nicht vorhanden ist, befindet man sich bei diesen Reisen im Premium-Bereich. Wohl kaum woanders werden einem mehr Adventure-Aktivitäten geboten.

So kann man in einer Woche nicht nur Kajak und Rafting-Boot fahren, sondern auch Bungee-Jumpen oder Canyon-Swingen, sondern auch Canyoning betreiben, Mountainbike und Enduro fahren und Paragliden.

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Canyon Swing und Bungee im Last Resort

Den weltberühmten Canyon Swing in Nepal gibt es beim so genannten „Last Resort“, das noch ein Stück weiter östlich vom Sukute Beach liegt. Hier ist man nur noch 12 km von Tibet entfernt und weil die Straße nach China führt, sind die Kontrollen hier auch besonders scharf. Die Militärpolizei hat wohl kürzlich einen Bus mit einer Goldschmuggel-Ladung aufgegriffen, so achtet man nun noch schärfer auf Schmuggler von Drogen, Waffen und Co. Eine bestimmte Holzart darf auch nicht ausgeführt werden.

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Der Weg zum Last Resort ist beschwerlich, weil im Sommer-Monsun 2014 ein halber Berg in einer Geröll-Lawine heruntergekracht ist. Er begrub ein Dorf unter sind, forderte mehrere Tote und hinterließ eine Spur der Verwüstung. So muss man aus dem Bus aussteigen und einen komplizierten Weg zu Fuß gehen, bis man am anderen Ende wieder in einen Tour-Bus einsteigen kann. Unorganisiert kommt man hier wohl kaum voran. Im neu gebildeten See sieht man, wie einige Häuser aus dem Wasser ragen. Noch vor ein paar Wochen stand das Wasser fünf Meter höher, aber der Abfluss wird so langsam ausgebaggert.

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Angekommen am Last Resort spannt sich eine Stahl-Hängebrücke in 160 Metern Höhe über die Bhote Kosi Schlucht. Ein beeindruckender Anblick und furchteinflößend, wenn man durch die Metall-Latten hinunterblickt. Allein das Begehen dieser Brücke erfordert Mut. Denn sie ist genau so lang, wie sie hoch ist. Nepalesische Großväter tragen auf diesen Brücken Gasflaschen auf dem Kopf zum Resort, Touristen sind eher damit überfordert, ihre Kamera ruhig zu halten. Denn es schwankt ganz schön. Der Blick wandert zu der überwältigenden Schlucht, in der ganz tief unten ein reißender Fluss tobt.

Das Last Resort selber hat für eine Camping Site einen vergleichsweisen hohen Standard. Das bedeutet aber immer: Ein großes Safari-Zelt mit Reißverschluss und Mückengitter-Fenstern, Loch-Klos (hier auch einige normale Toiletten), nicht wirklich genießbare Duschen, aber ein großartiges Essen. Die herrlichen nepalesischen Dals und Currys gibt es hier mit dem obligatorischen Blechbesteck.

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Der spektakulärste Teil geht auf der Brücke selbst weiter: Im Canyon Swing springt man fast die gesamten 160 Meter in die Tiefe, schwingt aber dann noch ein paar mal hin und her. D.h. Es ist kein Bungee-Jump, der direkt in die Tiefe geht, sondern in einer Parabel. Dadurch ist man auch 7 Sekunden im freien Fall. Bei 30 Metern pro Sekunde Fallgeschwindigkeit ist das logisch, wenn man nicht ganz senkrecht fällt. Die Hälfte der Besucher entscheidet sich für den Sprung, die andere Hälfte dagegen. Und dann kehren einige noch auf der Brücke wieder um, weil das Leben doch zu viel Wert erscheint. Mit Gefahren sei das Ganze nicht verbunden, sagt der Veranstalter natürlich. 30.000 Sprünge hätte man hier schon absolviert, ohne jegliche Verletzung. Dass man durch den Druckunterschied beim Springen auch ein Loch im Darm bekommen kann, wird dann gerne mal weggewischt. Wer will, kann übrigens auch nicht swingen, sondern auch klassische senkrecht Bungee-Jumpen.

Canyoning beim Abenteuer Urlaub in Nepal

Völlig nass werden die Teilnehmer beim spektakulären Canyoning, das ebenfalls ab dem Startpunkt Last Resort angeboten wird. Dabei geht es mehrere Kaskaden hinunter, jeweils angeseilt und mit Kontakt zum Boden. Rückwärts kann man dann entweder laufen oder teilweise kleine Hoppser machen, während der Wasserfall sich über den Kopf ergießt. Ein einmaliges Naturerlebnis, für das man nicht wasserscheu sein sollte.

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Wandern in den Bergen mit Schulbesuch

Wer lieber trockenen Fußes bleibt, kann hier auch interessante Wandertouren unternehmen. Dabei geht es größtenteils über von Steinblöcken geformte Treppen den Berg hinauf. Wobei: Für die Napalesen ist das gar kein Berg. Ab 3.500 Meter beginnen für die Einheimischen die Berge. Zwischen 1.000 und 3.500 Metern ist es ein hügeliges Land, und darunter liegt das Flachland.

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Bei knapp 1.500 Metern Höhe verliert man schon leichter die Puste als zu Hause auf Meeresspiegel, aber die klare Luft und die überwältigenden Ausblicke motivieren immer wieder aufs Neue. Man geht quer durch kleine Dörfer, vorbei an den Menschen, die arbeiten und leben, auf engstem Raum mit den Tieren. Da läuft auch schon mal eine kleine Ziege ins Haus. Ziegen und Hühner werden vorwiegend für die Fleischproduktion gehalten. Milch nimmt man hier in der Regel nur vom Büffel. Dies schmeckt dann für westlichen Geschmack etwas streng.

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Die Nepalesen haben sich die bergigen Regionen Untertan gemacht, indem sie Terrassenfelder angelegt haben. Darauf wird dann Reis gepflanzt, oder Getreide im Winter, wenn der Reis abgeerntet ist. Büffel helfen dann dabei, die Felder zu durchpflügen. Egal ob von weitem oder bei der Wanderung mitten drin – die Terrassenfelder sind ein optisches Highlight. Die tiefe Schlucht ist von weitem noch eindrucksvoller. Und selbst in 1.500 Metern Höhe kann man noch das Wasser rauschen hören. Auf halber Höhe wurde übrigens aus Geldern vom Last Resort eine Schule finanziert, damit die Kinder der locals auch hier in der abgelegenen Region zur Schule gehen können. Schon von klein auf wird Englisch gelernt. Die seltsamen Buchstaben werden dabei eingeteilt sind „Affenbuchstaben“ wie j und y, die einen Affenarm nach unten haben, „Giraffenbuchstaben“, die groß nach oben ragen wie f und b, sowie die „Schildkrötenbuchstaben“ wie a, c, e, die zu kriechen scheinen. Ein spannendes Lernsystem. Einer der zwei Erfolgsfaktoren von guter Schulbildung ist hier schon erfüllt: kleine Klassen. Müssen nur noch die Lehrer gut sein. Die Kinder haben jedenfalls sichtlich Spaß am Unterricht.

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Mountainbike und Wandern bei Nagarkot

Nur ein kleines Stück östlich von Kathmandu liegt Nagarkot. Die Region rund um das Städtchen ist bekannt für die beeindruckende Natur aus Bergen, Wäldern und die von Menschen angelegten Terrassenfelder. Ein beliebtes Ziel für Abenteuer Urlaub in Nepal – daher zieht es die Wanderer und Mountainbiker hierhin. Zudem gibt es hier eine reiche Anzahl von Vogelarten.

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Während Wanderer schon länger unterwegs sind, ist Mountainbiking in Nepal noch relativ neu. Seit einigen Jahren werden auch hochwertige Fahrräder verkauft, und die Zahl der Touristen, die zum Offroad-Fahren kommen, steigt von Jahr zu Jahr. Noch nie waren es so viele wie in diesem Jahr, so ein MTB-Guide.

An Strecken gibt es durchaus einige Singletrails, doch allein schon das Fahren auf den normalen Straßen ist im Grunde genommen offroad. Wenn es auf 2.000 Meter Höhe geht, wird die Luft dünn, das Fahren anstrengender – und die Straßen immer rauer. Dicke Natursteine sind einfach nebeneinander angeordnet und formen eine Straße, die an die Zeit der Römer erinnert. Das erfordert Höchstleistungen von den Federungen. Glücklicherweise kann man bei den angebotenen Touren mittlerweile sehr hochwertige Räder zum Ausleih erhalten. Für Anfänger sind die Strecken aber dennoch eher ungeeignet.

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Die große Auswahl an Sportarten und Möglichkeiten und die Andersartigkeit des Landes macht Nepal bei den Abenteurern so beliebt. Hier steht das aufregende Erleben im Fokus, und nicht Komfort und Hygiene.

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1 Kommentar

  • Antworten Unsere Tipps für einen Tag in KathmanduReiseWorld 5. Dezember 2014 at 15:20

    […] Hier wechseln sich betörende Gerüche der Garküchen und Gewürze mit Abgasen und Ruß ab. Für Abenteuer-Urlauber in Nepal ist Kathmandu das Tor zum […]

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