Borgo Egnazia Hotel Apulien, das antike Luxus-Dorf

1. April 2014

Es gibt einen geheimnisvollen Ort in Süditalien, der so bizarr ist, dass die Gefühle zwischen unheimlich, fasziniert und überwältigt schwanken. Das Borgo Egnazia Hotel Ville Golf & Spa Resort in Fasano, Apulien, zählt zu den exklusivsten Hotels der Welt. Nicht ohne Grund hat Justin Timberlake hier seine Hochzeit gefeiert. Denn wir sprechen hier nicht von einem Hotel, sondern von einer ganzen Stadt, die aussieht, als wäre sie erstmals nach hunderten von Jahren wieder bewohnt.

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Apulien ist nicht gerade als Tourismusregion berühmt. Denn landschaftlich gibt es sicher eindrucksvollere Orte auf der Erde. Doch die Landschaft ist grün, die Erde ist fruchtbar und an den Straßenrändern blühen die Mandelbäume, die sich mit herrlichen alten Olivenbäumen abwechseln. Wer sich näher mit Apulien beschäftigt, entdeckt die wahre Kunst dieser Region: die Küche. Unvergleichlich frisches und knackiges Gemüse, entweder roh verzehrt oder gegrillt und eingelegt; Käse, allen voran echter und frisch handgedrehter Büffel-Mozzarella; selbst gemachte Paste; erstklassiger Wein – und heimische Spezialgerichte wie das Püree aus Fava-Bohnen mit Chicorée, einst ein Arme-Leute-Essen.

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Trotzdem reicht die kulinarische Kunst allein nicht aus, um regelmäßig Luxus-Touristen in die Region zu locken. Umso mutiger war es von der hotelerfahrenen Familie Melpignano, genau hier nicht nur ein Resort im Luxussegment zu errichten, sondern gleich eine gesamte Stadt für Urlaub deluxe.

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Gut 180 Zimmer und einige Villen verteilt über ein Areal, in dem man sich gut und gerne verlaufen kann. Pools, Tennisplätze, Golfplatz… gehört alles dazu. Man fühlt sich wie in einem Traum von tausendundeiner Nacht. Denn der apulische Baustil mit den weißen Steinmauern und den eckigen Türmchen erinnert doch stark an den arabischen Einfluss. Dazu die typisch apulische Vegetation wie die breiten Kakteen und die schnell gewachsene natürliche Patina auf den Steinen – und die Illusion ist perfekt.

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Niemand ahnt, dass die Häuser hier erst seit einigen Jahren stehen. Wir sind mitten in der Vergangenheit, atmen den Geist vergangener Tage in einem apulischen Dorf. Schlendern um die zentrale Piazza, entdecken liebevolle Details wie den steinernen Briefkasten oder die antike Uhr am Kirchturm. Von den Dachterrassen aus blickt man entweder über die alte Stadt oder hat einen Weitblick in die Ebene der Umgebung.

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Man könnte ganze Spielfilme hier drehen, ohne auch nur eine Pappwand Kulisse zu benötigen. Durch die Materialauswahl und die teilweise bewusst nicht ganz perfekt gesetzten Steine wirkt dieses Dorf eben nicht wie aus der Retorte, sondern wie real, und abends wenn man in den Gassen sein eigenes “Zimmer”, also sein eigenes Haus sucht, kann es schon beinahe unheimlich werden.

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Die Zimmer selbst sind ebenfalls komplett mit Steinfliesen ausgelegt, alles geht ineinander über wie aus einem Guss: Fußboden, Wand, Heizung, Waschbecken… und zu den klaren Steinoberflächen kontrastieren die liebevollen Deko-Details: etwa Wasserflaschen, die von hinten angestrahlt werden, typische apulische Kochutensilien, und und und.

In jedem Detail sieht man, dass wir hier bei einer Familie zu Gast sind. Sie bringt ihre Liebe zum Detail in jedem Zimmer ein. Es steckt so viel Arbeit in dieser Hotel-Stadt und man hat geradezu Ehrfurcht vor dieser Leistung.

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Viele Prominente hat dieser Ort schon inspiriert, hier ihre Feiern abzuhalten. Wenn man nicht direkt die ganze Stadt mieten möchte, ist das Resort gut bezahlbar. Die Preise reichen von gut 200 Euro für ein “einfaches” Zimmer bis gut 4.000 Euro die Nacht für eine Villa.

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Selbst wenn die Stadt voll besetzt ist, merkt der Gast kaum etwas davon – und kann einsam durch eine längst vergangene Zeit schlendern oder sich bei einem Sonnenuntergang auf der eigenen Dachterrasse verzaubern lassen.

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Text/ Fotos: Thomas Majchrzak, ReiseWorld

 

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