Cádiz, andalusischer Zauber mit dem Flair Havannas

28. Juni 2014

Cádiz ist die älteste Stadt des Abendlandes. Als am südlichsten gelegene Provinzhauptstadt Europas ist die gemütliche Kleinstadt nicht nur deshalb eine Reise wert. Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Cádiz erhebt sich auf einer Landzunge und ist somit fast komplett vom Atlantik umgeben. Nur ein schmaler Streifen –der neue Teil der Stadt verbindet das alte – und interessante Cádiz- mit dem Festland. Die Altstadt ist so klein, dass man sie innerhalb einer Stunde in gemütlichem Tempo umrunden kann. Deshalb reichen wenige Stunden in Cádiz aus um einen guten Eindruck von der Stadt zu gewinnen.

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Cádiz besteht aus den für Andalusien typischen kleinen Gassen und hübschen Plätzen und wirkt deshalb besonders für Neuankömmlinge wie ein Labyrinth. Stadtpläne bekommt ihr im Informationszentrum am Rathausplatz, dem Plaza San Juan de Dios. Das ist der erste Platz, den ihr in Cádiz betretet, wenn ihr aus Richtung des Bahnhofs oder Hafens kommt. [Falls ihr mit dem Auto anreist, ein Rat: Innerhalb der Altstadt kommt ihr an den wenigsten Stellen mit dem Auto durch, geschweige denn findet ihr einen Parkplatz. Die Gaditanos (Einwohner Cádiz) sehen ihre Autos als Gebrauchsgegenstand und parken nach Gehör. Also parkt Ihr am besten etwas außerhalb.]

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Schon auf dem Rathausplatz angekommen, spürt ihr das typische andalusische Flair. Rechts vorbei am Rathaus verläuft eine relativ schmale Gasse, die zum Plaza de la Cathedral führt. Auf dem Platz tobt das Leben. Kinder auf Skateboards, ältere Damen und Herren in Straßencafés, Straßenkünstler. Das Leben in Cádiz spielt sich draußen ab. Die Kathedrale mit der gold-glänzenden Kuppel ist wohl das typischste Wahrzeichen von Cádiz. Übrigens: Direkt dahinter wartet schon die Strandpromenade!

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Um einen guten Überblick über die Stadt und ihre Wahrzeichen zu bekommen, empfiehlt sich als erstes der Besuch des Torre Tavira. In einer 15-Minütigen Vorstellung zeigt euch ein Guide mithilfe der Camera Obscura, einer Kamera die sich auf dem Dach des Turms befindet, die Sehenswürdigkeiten und die Geschichte der Stadt. Wirklich unterhaltsam und sehr interessant. Danach geht es eine Etage höher. Der Ausblick von dort ist fantastisch! Tickets kosten ca. 4 Euro und Führungen gibt es auch auf Englisch und Deutsch.

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Da ihr euch dort im Zentrum der Stadt befindet, könnt ihr direkt die Stadt erkunden. So unspektakulär die Gassen teilweise sind, umso schöner und individueller sind die kleinen Plätze. An jedem Platz gibt es etwas Schönes zu entdecken, sei es ein Museum, nette Cafés oder Straßenmusikanten. Vormittags hat auf dem Plaza Libertad der Mercado Central geöffnet, der älteste Markt Europas. Neben Obst und Gemüse kann man hier verschiedene außergewöhnliche Meerestiere und –früchte bestaunen.

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Wer bei dem Anblick Appetit bekommt, ist in dem gehobenen Strandrestaurant MARE’s bestens aufgehoben. Das ist Cádiz luxuriöseste Adresse. Neben exzellenten Fischgerichten ist aber auch für jeden anderen Geschmack etwas Leckeresdabei, vom ausgefallenen Salat bis zum Cocktail. Aber egal, was auf dem Teller landet, es gibt immer eine Garantie auf Meeresrauschen im Ohr und einen Ausblick auf den atlantischen Ozean, der einem zu jeder Tageszeit die Sprache verschlägt.

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Nach dem ausgiebigen Mittagessen verbringt ihr die Siesta am besten am Playa de la Caleta. Das ist eine kleine Sandstrandbucht, wo schon Halle Berry in „Die another day“ aus dem Meer gestiegen ist. Rund eine halbe Stunde des Films, der eigentlich in Havanna spielt, wurde in Cádiz gedreht!

Wunderschön ist auch der Paseo de San Sebastian direkt am Playa de la Caleta. Dort lauft ihr einige Meter auf einem schmalen Weg in den Atlantik, genießt den frischen Wind und die Wellen, die am Rand hochschlagen und das Gefühl von unendlicher Freiheit. In Ruhe entspannen kann man sich auf den Felsen, die sich an den schmalen Weg anschließen.

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Um den Abend gut und typisch spanisch ausklingen zu lassen, dürfen Flamenco und guter Wein nicht fehlen! Das findet ihr in der Tapas- und Musikbar La Isleta de la Viña. Rustikales Flair, Künstlerszene und eine angenehm überschaubare Anzahl an leckeren Tapas an einem Ort: gibt es nur hier. Einfach entspannen und die Atmosphäre genießen, während der Flamenco-Sänger auf der kleinen Holzbühne über gebrochene Herzen und die große Liebe singt. Olé!

Text/ Fotos: Manuela Weichsel

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