Valencia, ein Blick in die Zukunft

17. März 2014
Museo de las Ciencias Príncipe Felipe im Ciudad de las Artes y de las Ciencias

Wir machen einen Ausflug in die Zukunft des 21. Jahrhunderts. In der Stadt der Künste und Wissenschaften in Valencia verschwimmen die Grenzen zwischen Architektur und Skulpur. Die Ciudad de las Artes y las Ciencias ist ein Wahrzeichen der Stadt und ein Stein gewordener Science-Fiction-Traum.

Ciudad de las Artes y las Ciencias in Valencia

Eingang in eine andere Welt: Die Ciudad de las Artes y las Ciencias

Wer von Sightseeing, Shoppen, Feiern und Essen erst einmal genug hat, sollte die Jardines del Turia aufsuchen. Das trocken gelegte Flussbett ist seit etwa dreißig Jahren die grüne Oase Valencias. Wir schlendern durch die Parkanlagen, die Jardines del Turia, die an ihrem süd-östlichen Ende lichter wird. Schön angelegte Rosenbeete, die mit ihren, noch im Oktober blühenden Rosen, einen betörenden Duft verströmen und sich verzweigende Wege kündigen das Ende des stillgelegten Flußbettes an. Aber was wir am Ende dieses Parks zu sehen bekommen, hätten wir in unseren kühnsten Träumen nicht erwartet: die futuristische Stadt der Künste und Wissenschaften, die Ciudad de las Artes y las Ciencias. Die große Freiluftfläche mit ihren gleißend weißen Gebäuden erstreckt sich über fast zwei Kilometer entlang dem alten Lauf des Flusses Turia über 350.000 Quadratmeter.

Die Stadt der Künste und der Wissenschaften erstreckt sich über 350.000 Quadratmeter

Die Stadt der Künste und der Wissenschaften erstreckt sich über 350.000 Quadratmeter

Valencia stand lange im Schatten von Madrid und Barcelona. Deshalb beschlossen die Stadt- und Regionalregierung am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts das Großprojekt Ciudad de las Artes y las Ciencias. Valencia sollte Touristen anziehen, modern und international werden. Bei der Realisierung des Projekts Ciudad de las Artes y las Ciencias wurden keine Kosten gescheut. Das Projekt hatte am Ende statt der veranschlagten 270 Millionen Euro satte 727 Millionen gekostet.

Der weitläufige Raum des Ciudad de las Artes y las Ciencias ist der allgemeinverständlichen Darstellung der Wissenschaften und der Kultur gewidmet, die durch ihre kurzweilige und lustige Aufmachung auch und vor allem Kinder ansprechen und in die Welt der Naturwissenschaften einführen soll.

L'Hemisfèric und Palau de les Arts in der Stadt der Künste und Wissenschaften in Valencia

L’Hemisfèric und Palau de les Arts in der Stadt der Künste und Wissenschaften in Valencia.

Die avantgardistische Stadt der Künste und der Wissenschaften ist das Werk der international renommierten Architekten Santiago Calatrava und Félix Candela. Sie haben sich für die Ciudad de las Artes y las Ciencias von der Natur inspirieren lassen, indem sie Formen geschaffen haben die an riesige Dinosaurier-Skelette, an ein Schiff oder einen Fisch erinnern.

Auch wurden die Fliesenscherben-Mosaike, die typisch für Valencia sind verbaut, um die Ciudad de las Artes y las Ciencias noch mehr im Sonnenlicht erstrahlen zu lassen.

L'Umbracle, der Garten der Astronomie

L’Umbracle, der Garten der Astronomie

Das erste Bauwerk, vor dem wir ehrfürchtig stehen bleiben und die Augen emporheben, sieht für uns aus wie ein gigantischer „Fisch“. Es ist das beispiellose Opernhaus, Palau de les Arts Reina Sofía. Manch einer sieht die Form eines Schiffs darin und andere denken gar beim Anblick dieses Gebäudes an die Arche Noah.

Das Opern- und Kulturhaus Palau de les Arts Reina Sofía.

Das Opern- und Kulturhaus Palau de les Arts Reina Sofía

Ganz in Weiß, mit traumhafter, dunkelroter Blumenbepflanzung an den Seiten und von Wasser umgeben, in dem sich die Blumen spiegeln, sieht es wunderschön und irgendwie unwirklich aus. So etwas Schönes, Ästhetisches, man möchte fast sagen Paradiesisches konnten wir in der Stadt der Künste und Wissenschaften bestaunen.

Das nächste Gebäude ist ein Kino, aber so etwas habe ich noch nicht gesehen. Uns kommt es so vor, als wäre hier ein Wunder nach dem anderen erschaffen worden. Runde Formen, rundherum Wasser in schneeweißen Pools mit Mosaik-Mauern umrahmt, die sich wiederum durch die Sonneneinstrahlung im Wasser spiegeln. Es gibt noch andere Gebäude, wie Museen, eines davon geformt wie ein Skelett, wie der mächtige Rücken eines Urzeit Tieres und das letzte Gebäude ist das Oceanográfic, das größte Aquarium Europas.

Stadt der Künste und der Wissenschaften

Ein Spaziergang in der Stadt der Künste und der Wissenschaften in Valenicia ist wie ein Ausflug in die Zukunft

 

Ich ließ mich auf einer der glänzenden, weißen Mosaik-Bänke nieder und bildete mir ein, ich wäre im Weltraum. Genau so könnte die Zukunft aussehen. Phänomenal, anders kann ich das nicht beschreiben. Die Fotos, die von uns dazu gemacht wurden sind zwar sehr schön, aber die wahre Schönheit muss man einfach in Natura erleben damit man merkt, dass das kein Science-Fiction Traum ist.

 

Das Oceanográfic im Ciudad de las Artes y las Ciencias

Das Oceanográfic im Ciudad de las Artes y las Ciencias

Wir sind der Meinung, dass allein der Besuch der Ciudad de las Artes y las Ciencias, der Stadt der Künste und Wissenschaften, schon eine Reise nach Valencia wert ist. Zumindest sollte man bei einer Städtereise einen Tag dafür einplanen.

Text/ Fotos: Marina & Holger Majchrzak, ReiseWorld

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2 Kommentare

  • Antworten Monika 6. April 2014 at 18:25

    Toller Artikel!
    Schau doch auch mal auf meinem Blog nach..
    http://interessanteswissen.blogspot.de/ :)

  • Antworten Valencia ist im Winter anders – Luxusreiseblog ReiseWorld 30. Januar 2016 at 21:25

    […] Blick in die Zukunft kann man in der Stadt der Künste und Wissenschaften […]

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