Der Sonne entgegen

26. August 2011
Liegestuehle reservieren am Pool

Es liegen zwei weitere Seetage vor uns. Die Stimmung an Bord ist entspannt, manch einer ist im Freizeitstress. Die Kreuzfahrtdirektion hat ein straffes Unterhaltungsprogramm gespannt. Viele der älteren Mitreisenden gehen schon um 8.30 zur Morgengymnastik. Außerdem kann man schwimmen, ums Oberdeck joggen oder walken. Wenn wir nachmittags mal dorthin gehen, um die Aussicht zu genießen, herrscht auf dem Joggingpfad stets Hochbetrieb. Senioren in Laufschuhen, bewaffnet mit Nordic-Walking-Stöcken drehen ihre Runden ums Schiff. Während wir schon vom Treppensteigen außer Atem sind. Aber um fit zu bleiben, greifen wir heute mal zum Tischtennisschläger. Auf dem schwankenden Schiff ist der Sport eine Herausforderung. Ping, Ping, Pong – und der Ball fliegt wieder in eine unerwartete Ecke. Wobei das vielleicht auch nicht nur an den Schiffsbewegungen liegt…

Von morgens bis abends ist der Kreuzfahrer verplant. Sudoku-Runden, Bingo, Ländervorträge, Schmuckpräsentationen, Modenschauen, Showkochen, Gemüseschnitzen, Gesellschaftsspiele sowie Gehirnjoggingkurse halten den Reisenden auf Trab. Sogar eine Morgenandacht sowie religiöse Gesprächskreise bietet der Bordpastor an. Ab und an kann man Spanisch, Englisch oder Russisch sprechen lernen. Seidenmalkurse, Fotoanleitungen oder Basteln mit Wachs runden das Programm ab. Abends ist es keinesfalls ruhiger an Bord. Piano- oder Geigenkonzerte, Musik- und Tanzshows sowie Vorträge, Lesungen oder Filmvorführungen lassen nach dem Dinner keine Langeweile aufkommen. „Ich bin den ganzen Tag verplant“, erzählt uns eine Mitreisende. Sie macht nicht nur alle Sportkurse mit, sondern hat an Bord einen Chor gegründet, weil ja Adventszeit sei. „Wir üben jetzt jeden Tag Weihnachtslieder ein, die wir Heiligabend in der Andacht singen wollen“, erzählt sie. Das macht sie nicht zum ersten Mal. Sie hat schon auf früheren Reisen mit anderen Passagieren die Notenblätter studiert.

Liegestuehle reservieren am Pool

Die begehrtesten Sonnenliegen sind früh belegt - aber nicht immer besetzt

Doch viele entziehen sich dem Animationsprogramm. Sie reservieren schon vor dem Frühstück eine Liege an Deck um sich dann den ganzen Tag in die tropische Sonne zu fläzen. Bereits jetzt sieht man die ersten Rotkopfindianer an Bord. Deren Haut wurde nicht knusprig braun sondern tomatenrot. Mittlerweile ist es richtig heiß draußen. Luft und Wasser haben eine Temperatur von 26°C, Tendenz steigend. Die Luft ist tropisch feucht, nur der Fahrtwind sorgt für eine frische Brise. Es ist so heiß, dass Thomas zum ersten Mal auf dieser Reise den Pool testet.

Thomas’ Logbuch: Vorschriftsgemäß dusche ich mich kurz vorher ab, bevor ich in den Pool gehe. Es ist zwar warm, aber noch nicht so heiß, als dass ich jetzt unbedingt eine Abkühlung bräuchte. Das Wasser darf also durchaus geheizt sein. Morgens stand an einer kleinen Tafel noch 36 Grad – das hatte ich schon ein wenig bezweifelt, da wäre man ja fast verbrannt. Mittags stand dann 31 Grad auf der Tafel – und am Rande des Pools schwimmt sogar ein Thermometer. Das sagt auch: 31 Grad. Also rein ins schön warme Wasser. Denkste! Ich setze den Fuß hinein und bekomme Gänsehaut. Irgendwas stimmt hier nicht. Entweder die Temperatur oder mein Empfinden. Egal, jetzt habe ich schon mal die Badehose an. Schwupps, hinein – und es ist durchaus ertragbar. Der Pool ist leicht beheizt, schon deutlich über 20 Grad, aber niemals über 30. Fürs Schwimmen ist das sogar gut, so lange man sich bewegt, ist es sehr angenehm. Das Meer wäre jetzt aber hier bestimmt sogar wärmer! Ich drehe ein paar Runden und träume schon davon, mit tropischen Fischen vor weißen Sandstränden schwimmen zu gehen. Ich habe mir übrigens eine gute Zeit ausgesucht, denn jetzt am Mittag ist der Pool meistens leer. Prall gefüllt ist das kleine Außenbecken immer nur morgens, wenn die Passagiere zum Frühschwimmen bitten. Eine bemerkenswerte Tradition, für die ich wohl nicht abgehärtet genug bin.

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