Ein Tag in London und die Entdeckung seiner eleganten Seite

16. November 2014
Ein Tag in London in Belgravia

Abseits von Trubel und Hektik der touristischen Hot Spots Londons liegen die noblen Londoner Stadtteile Belgravia, Chelsea und Kensington. Diese ruhigen und wohlhabenden Gegenden bieten an einem Tag in London Einblicke in einen Lebensstil, der von London aus die Welt prägt. Wer durch die Straßen dieser traditionsreichen Bezirke der City of Westminster flaniert, kann den Lifestyle der wohlhabenden und einflussreichen Briten hautnah erleben. Wir haben uns auf einen Spaziergang durch diese Oase von Klasse und Eleganz begeben.

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Rund um den belebten Sloane Square gibt es viele elegante Geschäfte

Ein Tag in London mit einem Ausflug nach Belgravia bietet Ruhe und Schönheit auf die klassische englische Art. Ganz gleich ob vom belebten Sloane Square oder dem lauten Gewirr der Victoria Station aus, nach wenigen Schritten taucht der Besucher in Belgravia ein in die Ruhe und Gediegenheit dieser noblen Oase inmitten der Weltstadt. Die Reihen eleganter, cremefarbener Stadtvillen strahlen Wohlstand und bürgerliches Selbstbewusstsein aus. Schwarzes Schmiedeeisen setzt Akzente. Blumen und Dekoration sind zurückhaltend, aber wirksam eingesetzt. Die schönen Eingangstüren aus Holz in den klassischen britischen Farben rubinrot, marineblau und smaragdgrün erfreuen den Betrachter.

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Beim Spaziergang durch die Straßen eröffnen sich immer wieder überraschende Einblicke

Ein Tag in London, an dem man sich fühlt wie in einer Filmkulisse. Und tatsächlich, wer von Victoria Station aus die Elizabeth Street entlang geht, trifft auf den Eaton Place und fühlt sich versetzt in die Zeit der gleichnamigen Fernsehserie über die großbürgerliche Familie Bellamy und ihre Hausangestellten zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Haus am Eaton Place.

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Belgravia ist eines der größten, zusammenhängenden klassizistischen Wohngebiete Londons. Nach dem großen Feuer von 1666, das vier Fünftel Londons zerstörte, ließen sich viele wohlhabende Bürger im Westen der Stadt geräumige Häuser errichten. Dabei holten die Baumeister den Klassizismus der italienischen Renaissance in die nordisch-gotische Stadt. Die Adelsfamilien hatten ihren Grundbesitz in London vom 17. Jh. an entsprechend repräsentativ bebauen lassen.

Diese elegante, symmetrische Bauweise mit säulengestützten Dreiecksgiebeln am Eingangsbereich, eleganten cremefarbenen Häuserreihen, den sogenannten Terraces, mit halbrunden Straßenbögen, sogenannten Crescents, und umbauten, begrünten Squares ist typisch für den georgianischen Baustil. Auch heute noch gehört viel Grundbesitz in Belgravia dem Duke of Westminster. Wohnen ist für Normalbürger hier unerschwinglich. An einem Baumstamm in Belgravia fand ich ein verzweifeltes Wohnungsgesuch für ein kleines Ein-Zimmer-Appartment für 1.500 Pfund. Good luck.

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Überquert man den Eaton Square, die Verbindungsstraße zwischen Sloane Square und Grosvenor Place, Richtung Belgrave Square werden die Villen großzügiger und individueller. Auf der den Hauptfassaden abweichenden Seite gibt es Einblicke in die sogenannten Mews, die ehemaligen Stallungen. Die alten Wirtschaftsgebäude werden heutzutage als kleine, kunterbunte Wohnhäuschen genutzt. Die prächtigen Villen umgeben von üppigem Grün beherbergen Botschaften und andere Vertretungen, die Nahe am Zentrum der Macht in der City von Westminster sein wollen. Die Deutsche Botschaft liegt direkt am Belgrave Square.

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Eine traditionelle Pause Zwischendurch: natürlich im Pub.

Leider sind die schönen Grünanlagen zwischen den Stadtvillen wie am Eaton oder Belgave Square für die Öffentlichkeit gesperrt. Die Wege, Bänke und Spielplätze sind nur privat zugänglich, exclusiv also im wahrsten Sinne des Wortes.

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An der Elizabeth Street gibt es einige nette Pubs und Bistrots für Lunch oder Dinner.

Als Spaziergänger kann man sich bei seinem Tag in London in Begravia ruhig treiben lassen und um die eine oder andere Häuserecke schauen. Wenig Verkehr und Einbahnstraßen sorgen für Ruhe. Für eine Pause zwischendurch bietet sich besonders die Elizabeth Street mit Ihren Patisserien, Restaurants und Bistrots an, in denen eher Einheimische als Touristen einkehren. Es herrscht eine ungezwungene Atmosphäre. Man kennt sich. Doch als Gast von Welt sind Sie hier willkommen.

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Peggy Porschen London

Peggy Porschen London

In der rosa Puppenstubenatmosphäre von Peggy Porschens Café kann man phantasievolle Torten und Cupcakes probieren. Im Tomtom Coffee House werden einem neben typisch englischem Frühstück und Scones mit clotted cream auch viele kleine schmackhafte Gerichte von früh bis abends serviert.

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Wer einmal in einem der klassizistischen Häuser wohnen möchte, kann dies stilecht im Lime Tree Hotel in der Ebury Street tun. In diesem über Jahre in Familienbesitz geführten B&B erleben die Gäste das Wohngefühl früherer Jahrhunderte mit Stil und Service von heute.

Tipps für einen Tag in London in Belragiva

Sie erreichen Belgravia über Sloane Square (district and circle line) oder Victoria Station(district, circle and victoria line) der Bus C1 bringt sie direkt zur Elizabeth Street/ Ecke Ebury Street. Diese Buslinie verbindet Belgravia, Knightsbridge und South Kensington und bietet somit Sightseeing in diesen Nobelstadtteilen.

Jeder Flughafentransfer in London per Bus bringt Sie übrigens an den Beginn der Elizabeth Street. Gehen Sie die ein paar Schritte hinauf und genießen Sie in Ruhe Ihren ersten Tee in London.

Wer seine Ausflüge in London mit der sogenannten Oyster-Card durchführt, hat eine günstige und bequeme Art des Fahrens innerhalb Londons gewählt. Die Oyster Card ist eine elektronische Fahrkarte. Sie kann mit einem Prepaid-Guthaben geladen werden und gilt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt. Man zieht die Karte beim Einstieg in den Bus oder beim Zugang zur U-Bahn einfach über ein gelbes Lesegerät. Es ist die günstigste Art, sich in London fortzubewegen. Man spart etwa 50 Prozent und kann überall bequem aus- und einsteigen, ohne sich über einen Ticketkauf Gedanken zu machen. Kaufen kann man die Oyster-Card an allen Bahnhöfen und größeren U-Bahnstationen.

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Text: bt/ ReiseWorld
Fotos: bt, ina/ ReiseWorld

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