Essen, essen, essen… Seetag, Golf von Thailand, 87. Tag

9. September 2011
Allerlei Leckereien
Allerlei Leckereien

Allerlei Leckereien

Endlich können wieder etwas entspannen. Nach dem Landgangsmarathon bis Bangkok konnten wir uns kaum erholen. Und wenn man mehr als acht Stunden pro Tag auf Ausflug ist, kommt man mit den Notizen und den Videos kaum hinterher. An diesen beiden von uns sehr geschätzten Seetagen haben wir Zeit einiges aufzuarbeiten. Und nebenbei bleibt auch mal wieder Zeit für das klassische Kreuzfahrerleben, wie es nur an Seetagen seinen Lauf nimmt.

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Lachsbrötchen für Katharina und viel Obst und Vollkornbrot für Thomas, genießen wir die ruhige See im Golf von Thailand. Vom Frühstückstisch am Heck blicken wir auf den Horizont, auch die Luft ist schon kuschelig warm. Während das Thermometer gen Mittag in die Höhe schnellt, bis auf 27 °C, schauen wir uns im klimatisierten Innenraum die Landausflugpräsentationen für die nächsten Ziele an. Baden oder Mangrovenfahrt, Tempelbesichtigungen und Pagoden lernen wir kennen. Wir sehen viele bunte Bilder und können einschätzen, was uns gefallen könnte.


Und schon ist es Zeit fürs Mittagessen. Wir speisen im Buffet-Restaurant und haben die Wahl zwischen viel Kalbsbraten an Thymiansauce, Butterfischbällchen und Kartoffelgulasch mit Wursteinlage. Dazu gibt es Safranreis, Frischkäsetortellini oder Kartoffelröschen. Die Salatbar ist spärlich bestückt, die Tomaten sind schon etwas zermatscht und die Gurken trocken, auch an den Salaträndern zeichnen sich kleine Braune Flecken ab. Nach knapp drei Monaten an Bord achten wir auf unsere Gürtellinie. Wir wollen ja nicht von der Gangway rollen, nach 124 Tagen. Daher versuchen wir, besonders fettige Speisen oder schnellverdauliche Kohlenhydrate zu meiden. Es stellt sich leider heraus, dass dann unsere Auswahl ziemlich eingeschränkt ist. Das Gemüse ist oft in Butter geschwenkt und die fertigen Salate hinterlassen auch Fettaugen auf dem Teller. Auch die Suppen schreien nach Sahne, vom den Desserts gar nicht erst zu reden. Dann landen wir oft doch wieder bei den Tomaten und Gurken, auch die Obstbar ist ein Anlaufpunkt für uns. In den letzten Tagen greifen wir beim Essen auch immer wieder gerne zum klassischen Käsebrot.

Nach dem Mittagessen hat der neue Lektor an Bord zum Vortrag über Malaysia und Singapur geladen. In der Astor Lounge ist es dunkel und kühl. Der Professor zeigt uns gefühlte 100 Powerpoint-Folien, die Diagramme, Karten und Zahlen zeigen. Wir hören, er sei Statistikprofessor gewesen.

Am Nachmittag schauen wir uns im Bordfernsehen eine Fernsehdokumentation an – über die Astor. Ein Fernsehteam hat Crew und Passagiere auf einer Nordlandfahrt begleitet. Für uns ein exotisches Revier, so weit weg wie der Nordpol von hier aus ist. Wir sehen ein paar bekannte Gesichter, sowohl von der Besatzung als auch unter den Passagieren. Schließlich sind es auf beiden Seiten häufig Wiederholungstäter.

Am frühen Abend schreibt Katharina ein bisschen mit Blick aufs Meer. Dabei genießt sie vor der Hansebar einen Cocktail im Licht der untergehenden Sonne. Auch Thomas nutzt das letzte Tageslicht, ein Deck höher für ein bisschen Sport. Joggend umrundet er das Schiff unzählige Male auf dem Sportpfad mit Aussicht aufs Meer.

Beim Abendessen an Deck lassen wir den Tag ausklingen. Es ist schon dunkel draußen, aber immer noch lauwarm. Hier am Pool sind wir unter uns, die meisten Gäste speisen lieber im Restaurant. An diesem Abend gehen wir früh ins Bett. Schließlich wollen wir fit sein, wenn wir morgen in Singapur einlaufen.

Durian „smells like hell and tastes like heaven“, wie es heißt. Der Baum wird bis zu 40 Meter hoch, die Früchte bis zu 30 cm lang. Das Fruchtfleisch enthält viel Eiweiß, Fett und Zucker. In Singapur gibt es eigene Hinweisschilder und Vorschriften, nach dem die Mitnahme der Frucht in öffentlichen Verkehrsmitteln unter Strafe steht.

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