Ein Nachmittag am Kloster Kamp

2. Mai 2014

An einem schönen Nachmittag zieht es mich an den Niederrhein um Natur und Kultur zu genießen. Mein Ziel ist das Kloster Kamp bei Kamp-Lintfort mit seinem berühmten Barockgarten. Die Fotos und Berichte über diese im Ruhrgebiet einzigartige, französische Gartenanlage haben mich neugierig gemacht.

Kloster_Kamp_4

Nachmittags taucht die Sonne die Springbrunnen , Beete und Terrassen in helles Licht und ich fühle mich an Versailles erinnert. In der rechten Orangerie zeigen bebilderte Tafeln, wie ein französischer Garten angelegt wird. Die Formgebung erfolgt nach einem Pflanzplan, auf dem alles, ob Baum, Strauch oder Blume vorgezeichnet ist. Die entsprechenden Werkzeuge sind gleich mit abgebildet. Ich denke an die vielen Gärtner und frage mich, was wohl früher passierte, wenn eine Reihe mal schief wurde oder ein Kreis eierig. Auch wenn ich den englischen Gartenstil bevorzuge, ist der Barockgarten am Kloster Kamp mit seiner Symmetrie und Harmonie beeindruckend. Er ist gar nicht überladen durch Farben und Formen, sondern schlicht und klar, um nicht das moderne Wort „puristisch“ zu benutzen. Auf jeden Fall eine für’s Ruhrgebiet außergewöhnliche Umgebung und einen Ausflug wert.

Kloster_Kamp_3

Die Abteikirche und der Gewölbekeller sind eine Besichtigung wert. Hier werden auch regelmäßig Führungen und Veranstaltungen durchgeführt. Mich interessiert der Kräutergarten  des Klosters hinter der Abtei, denn Klöster sind ja bekannt für ihre gute Nahrungs- und Genussmittelproduktion. Der Kräutergarten ist üppig bepflanzt. Viele Schilder laden zum Probieren ein: Schokominze, Ingwerminze und zahlreiche Thymiansorten.

Kloster_Kamp_1

Vieles für Küche und Medizin gibt es hier zu entdecken. Demnächst werde ich hoffentlich einmal an einer der fachkundigen Führungen teilnehmen, die hier stattfinden. Man kann einige Kräuter auch vor Ort kaufen. Zum Ausruhen lädt das Klostercafé, aber auch andere Cafés und gemütliche Restaurants in unmittelbarer Nähe ein, so dass sich Kultur-, Natur- und Gaumenfreuden hier am Kloster Kamp an einem Nachmittag gut verbinden lassen. Ich bin vom Kloster aus zu einem längeren Spaziergang in die bewaldete Umgebung aufgebrochen, denn es ist umgeben von einem gut gekennzeichneten Wander -und Radwegenetz.

Text / Fotos: Bärbel, ReiseWorld

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

  • vielweib 3. Mai 2014 at 08:09

    Kloster Kamp ist wirklich schön. Wir sind viel zu selten da, obwohl Krefeld nur ein paar Kilometer weit weg ist. Danke für den „Reminder“ ;-)
    Der Apfelkuchen in „Der alten Schmiede“ vor der Kirche auf dem Vorplatz ist sehr zu empfehlen. Besonders schön auch im Winter: Dann brennt ein großes, offenes Feuer in der alten Schmiede. Sehr gemütlich und warm, wenn man bei Kälte vorher das Kloster erkundet hat.
    Liebe Grüße
    Tanja (alias vielweib)

  • Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir zur Optimierung Ihres Lesegenusses Cookies verwenden. mehr

    Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir zur Optimierung Ihres Lesegenusses Cookies verwenden. Aus rechtlichen Gründen müssen wir Sie an dieser Stelle darauf hinweisen. Mehr Details gibt es auch in unseren Datenschutzbestimmungen, verlinkt im Impressum.

    Close