Kreuzen vor Australien

2. September 2011
Kreuzfahrt vor Australien

Heute merken wir: Es wird schon wieder deutlich tropischer. Das Schiff fährt schließlich immer mit gut 30 Kilometern pro Stunde, was heißt: Nach einem Tag, also 24 Stunden später, sind wir damit 720 Kilometer weiter nördlich. Und das macht sich natürlich bemerkbar. Heute ist schon wieder T-Shirt und kurze Hose angesagt, wobei der Wind beständig kühlt. Die Luft ist zwar feuchter, aber noch nicht so feucht wie in direkter Äquatornähe. Auf so manchem Südseetag hatten wir manchmal die Kabine aufgesucht, um uns von der Luftfeuchtigkeit in der trockenen Klimaanlagenluft zu erholen. Jetzt nehmen wir noch eine Verschnaufpause, bis es wieder so richtig tropisch wird. Denn vor uns liegen noch ganz viele Ziele in Asien, in denen die Kleidung im Kleiderschrank nass wird.

Beim Mittagessen macht sich bemerkbar, dass wir in Sydney frische Ladung mitgenommen haben. Es gibt neue frische Salatsorten – allen voran der deutsche Klassiker Eisbergsalat – und neue Früchte. Die Melonen sind besonders gut. Sie waren wohl sehr teuer in Australien, schmecken aber deutlich besser als die, die wir in der Südsee eingeladen haben. Sachen gibt’s…

Um 17 Uhr, wir liegen gerade noch auf der Steuerbord-Seite am Außendeck, da springen plötzlich zwei große silberne Delfine aus dem Wasser. Ganz nah am Schiff, vielleicht zwei Meter entfernt. Noch einmal kurz zeigen sie sich, dann verschwinden sie. Tauchen die vielleicht sogar unter dem Schiff her? Wir gehen noch einmal nach hinten ans Deck, denn beim Delfinschauspiel nahe Mexiko hatten sich die intelligenten Tiere eher hinter dem Schiff versammelt. Aber da haben wir diesmal kein Glück. Wir freuen uns aber, dass wir die Delfine noch einmal so nah sehen durften. Solche Tierbeobachtungen vom Kreuzfahrtschiff aus sind eben meistens kurzweilig und reines Glücksspiel. Wobei man natürlich schon häufiger aufs Wasser schauen sollte. Und just in diesem Moment, in dem wir diese Zeilen schreiben, geht unsere Taktik doch noch auf: Hinter dem Schiff springen sechs, sieben, acht Delfine aus dem Wasser, wechseln sich immer wieder ab. Flöpp, Flöpp, Flöpp – platschen sie nacheinander immer wieder ins Wasser. Sie machen sich offensichtlich einen Spaß daraus, die Schraubenwelle als Sprungbrett zu benutzen. Herrlich. Das sind immer die tollsten Seetage. Sofort stürmen alle Passagiere am hinteren Deck zur Reling. Bestimmt fünf Minuten zeigen die Delfine uns ihr Schauspiel. Hat sich also doch noch gelohnt, direkt von der Seite nach hinten zu gehen.

Ozonloch über Australien. Die Ozonschicht ist über der Antarktis am dünnsten, wobei es auch über Teilen Australien dünner ist als in anderen Regionen. Daher ist Hautkrebs in Australien ein großes Problem. Jährlich sterben 1.2000 Menschen in Australien an Hautkrebs, jeder dritte, der dort aufgewachsen ist und dauerhaft lebt, muss sich mindestens einmal in seinem Leben gegen Hautkrebs behandeln lassen. Damit hat Australien einer der höchsten Hautkrebsraten der Welt. Mittlerweile ist den Australiern das Problem jedoch bewusst, weshalb Einheimische, die auf Schiffen arbeiten, zum Beispiel immer mit Hut zu sehen sind oder wie beim Alpin-Ski mit dick weiß eingecremten Lippen. Rettungsschwimmer am Strand setzten auch Zeichen und tragen Shirts mit langen Ärmeln. Gerade Kinder müssen besonders gut geschützt werde, etwa mit spezieller UV-Kleidung. Dies ist auch für Kinder hierzulande empfehlenswert, da Sonnencreme niemals gänzlich schützen kann und die Sonnenstrahlen auch in anderen Regionen der Erde gefährlich sein können. In Australien gilt nun das Motto slip, slap, slop. Slip für ins Hemd schlüpfen, slap für Hutaufsetzen und slop fürs Eincremen. Pflanzen können sich übrigens nicht schützen, weshalb befürchtet wird, dass bei einer abnehmenden Ozonschichtdicke mit Ernteschäden zu rechnen ist. Auch Pflanzen im Wasser (Phytoplankton) sterben durch eine zu hohe ultraviolette Strahlung ab, was das gesamte Ökosystem im Meer gefährdet.

Morgen dürfen wir eine ganz besondere Kreuzfahrt-Passage erleben. Lest mehr im nächsten Artikel der Serie „Weltreise mit dem Kreuzfahrtschiff“. Direkt zum ersten Artikel unserer Weltreise mit MS Astor geht es hier.

Alle Videos von unserer Weltreise mit MS Astor findet ihr im ReiseWorld Youtube-Kanal.

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir zur Optimierung Ihres Lesegenusses Cookies verwenden. mehr

Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir zur Optimierung Ihres Lesegenusses Cookies verwenden. Aus rechtlichen Gründen müssen wir Sie an dieser Stelle darauf hinweisen. Mehr Details gibt es auch in unseren Datenschutzbestimmungen, verlinkt im Impressum.

Close