Kuba, komm‘ in die Karibik

27. November 2013
Das Hotel Breezes in Jibacoa

Um dem kalten und regnerischen Winter Wetter in Deutschland zu entkommen, fiel die Entscheidung zu einer Reise in den karibischen Inselstaat Kuba nicht schwer. Im Dezember lädt Kuba mit Tageswerten von 25°C bis 27°C zu einem angenehmen und entspannten Strandurlaub ein.

Frankfurt Airport. 9.35 Uhr. Take-off. Wir haben am Tag des Abflugs wirkliches Glück, denn wir starten an einem zwar sehr kalten, aber sonnigen Dezembertag. Die Flugzeit zum kubanischen Flughafen in Varadero beträgt um die 11 Stunden.

Bei unserem Flug nach Varadero haben wir wunderbares Reisewetter, welches uns einen unvergesslichen Blick auf die Bahamas liefert. Karibisches Feeling pur. Bei Anflug auf Varadero begrüßt uns leider eine riesige Wolkendecke. Kuba grenzt im Norden an den Golf von Mexiko sowie den Atlantischen Ozean und im Süden an das Karibische Meer.

Wolken über Kuba

Farben, wie sie die Natur malt: das Meer um die Bahamas.





Angekommen am Flughafen Varadero „Juan Gualberto Gomez“ wird einem schnell klar, dass man in einem kommunistisch geprägten Land ist. Dieser erste Eindruck ist sehr imposant, denn es scheint als seien die Uhren in Kuba stehen geblieben und man erinnert sich an Besuche bei den Verwandten in der ehemaligen DDR.

Von Varadero aus geht es dann mit einem Taxi zum Hotel in Jibacoa. Jibacoa ist ein Fischerdorf in der Provinz Mayabeque auf Kuba. Für eine Unterkunft in diesem weniger belebten Dorf haben wir uns entschieden, da wir das wahre Kuba zumindest etwas abseits des Tourismus kennenlernen wollten. Ausserdem wollten wir insbesondere die kubanische Hauptstadt sehen und Jibacoa liegt nur 60 km östlich von Havanna. Ein weiterer wesentlicher Punkt, der zur Entscheidung beigetragen hat, war dass die Unterkunft eine Tauchbasis hat und über ein Hausriff verfügt. Das Breezes Jibacoa fügt sich wirklich wunderbar in die umliegende Natur ein und steht eher für den sanften Tourismus im Gegensatz zu dem sehr belebten Varadero. Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht, das Breezes Jibacoa ließ keinen Zweifel aufkommen, dass wir uns für das richtige Hotel entschieden hatten.

Das Hotel Breezes in Jibacoa

Das Hotel Breezes in Jibacoa auf Kuba.

Nach unserer ersten Nacht in Kuba wurden wir allerdings von dem Nordwind begrüßt, der vereinzelt Regen und Wolken mit sich bringt. Aber dies hielt uns nicht davon ab, sich morgens im Regen in den Pool zu stürzen und einige Bahnen zu ziehen. Im Laufe des Tages wurde das Wetter besser und man konnte die Gegend um Jibacoa bequem per Fuß erkunden. Im Hotel waren ausreichend Möglichkeiten sich die Zeit mit Tennis, Katamaran Touren, Tischtennis, Beachvolleyball, Fitnesstraining, Schwimmen und Gesellschaftsspielen zu vertreiben. Im Laufe des Urlaubes konnten wir die Vorzüge dieser Anlage richtig genießen. Hier konnten wir in Ruhe tauchen und schnorcheln und das wunderschöne Hausriff unter Wasser erkunden.

Die Straßen von Havanna auf Kuba

Die Straßen von Havanna auf Kuba.

Besonders angetan hat es uns Havanna (La Habana), die Hauptstadt der Republik Kuba. Mit 2,93 Millionen Einwohnern ist sie die größte Metropole der Karibik. Havanna ist in 15 Stadtbezirke untergliedert. Seit dem Jahr 1982 ist die Altstadt, La Habana Vieja, UNESCO-Weltkulturerbe. Während unseres Aufenthaltes in Kuba sind wir fast jeden zweiten Tag nach Havanna gefahren, denn wir wollten die gesamte Stadt mit Ihren Menschen kennenlernen. Alle Erfahrungen kann man gar nicht wiedergeben, daher möchte ich euch einige Highlights von unseren Havanna Ausflügen vorstellen.

Stilecht in einem Oldtimer reisen gehört zu der Pflicht zu jedem Besuch in die Inselhauptstadt. In unmittelbarer Nähe vor dem Hotel standen einige privat Personen mit Ihren Oldtimern, die über einen Taxischein verfügen. Bei unseren Ausflügen sind wir mit einem Chevrolet Bel Air oder einem wunderschönen Ford Oldtimer gefahren worden und das für rund 50 € (Hotel – Havanna – Hotel). Die Taxibesitzer waren sehr freundlich und haben jeden Wunsch erfüllt und haben uns zu den unzähligen Schauplätzen der Hauptstadt gefahren.

Die Oldtimer prägen das Stadtbild von Havanna.

Die Oldtimer prägen das Stadtbild von Havanna.

Meine persönliche Top-Ten der Sehenswürdigkeiten in Havanna sind

1. Altstadt von Havanna, UNESO-Weltkulturerbe
2. La Cabana
3. Capitolio
4. Calle Obispo
5. Cementerio Conol
6. Malecon
7. El Floridita
8. Catedral de San Cristóbal
9. Camera Obscura
10. Playas de Este

Ein negatives Highlight hatten wir auf unserer Havanna Nightlife Tour, die meine Schwester und ich mit zwei Jungs aus unserem Ressort unternommen hatten. Im Hotel Nacional war unsere Tour gestartet, dort haben wir in der berühmten Cocktailbar des Hotels einige Daiquiris genossen, bevor es zur kubanischen Diskothek Casa de la Musica ging. Dort angekommen wurden wir von einer langen Warteschlange begrüßt, aber unsere Fahrerin kannte dort jemanden, der uns daran vorbei schleuste. Ich hätte schon stutzig werden müssen, als Sie vor der Verabschiedung noch sagte, dass wenn wir irgendwelche Probleme hätten, ich Sie umgehend anrufen sollte… Nach einer gründlichen Leibesvisitation – hier hätte ich abermals merken müssen, dass irgendwas nicht stimmt – wurden wir endlich hinein gelassen. Ach ja: Kamera und Tasche mussten wir abgeben. Handy nahm ich für „irgendwelche Probleme“ mit.

 

Che Bild Kuba

Nationalheld Che Guevara ist auf Kuba überall präsent.

In der Diskothek wurden wir an einen kleinen Tisch gesetzt. In unmittelbarer Nähe befanden sich die Toiletten und eine Bar. Von hier hatte man einen guten Blick über die Tanzfläche zu der Empore, auf der die Bigband spielte. Die Getränkepreise waren absolut überteuert und unverhältnismäßig, so dass jeder von uns während der zwei Stunden Aufenthalt jeweils nur eine Cola bestellt hatte. Die Atmosphäre in dem Club war auch sehr gewöhnungsbedürftig. Rund um den Sitzbereich war ein Geländer angebracht, an dem sich unzählige junge kubanische Mädchen räkelten, um den ausländischen Männern gut zu gefallen. Ähnliches spielte sich auch andersrum ab. Zwei Jungs aus Köln haben nach gut einer halben Stunde Zuflucht an unserem Tisch gesucht, denn da wo Frauen mit Männern gemeinsam saßen konnte man sicher sein, dass man nicht belästigt wurde. Diese Szenerie wurde aber noch durch zwei kubanische Frauen getoppt, die sich aus dem Toilettenraum prügelten und in eine Tischgruppe hinter uns fielen. Man kann von Glück reden, dass meine Schwester nicht von einem herumfliegenden Highheel am Kopf getroffen wurde. Zu guter Letzt habe ich aber noch was Positives: die Bigband war der absolute Hammer und es war wirklich schön, die Tänzer auf der riesigen Tanzfläche zu beobachten – leider konnte man aus den oben erwähnten Gründen nicht alleine auf die Tanzfläche gehen.

Fazit: Hotel Nacional: TOP. Casa de la Musica: FLOP. Beim nächsten Mal würde ich erst im Zentrum von Havanna das Ambos Mundos Hotel aufsuchen und auf der Dachterrasse ein köstliches Abendessen genießen und danach einen Cocktail im Hotel Nacional trinken und zum Abschluss über den Malecón schlendern.

Jeeptour auf Kuba

Das alternative Ausflugsprogramm: eine Jeeptour über die Karibikinsel.

Neben den unzähligen Ausflügen in die Inselhauptstadt Havanna haben wir auch eine Jeeptour durch das wilde Hinterland von Kuba gemacht. Die Jeepsafari ist wirklich absolut empfehlenswert, um die Umgebung rund um Matanzas zu erkunden. Es geht es über Stock und Stein und teilweise unwegsame Pisten. Die Jeeps waren leider in keinem guten Zustand, was aber bei der Mangelwirtschaft in Kuba keine sehr große Überraschung war. Beim Einsteigen stellte ich fest, dass mein Fahrersitz am Gestell etwas lose war und der Gurt war aufgeribbelt, was während der Fahrt ordentlich gezwickt hat. Glücklicherweise hatten wir ein kleines Handtuch mit, welches ich als Polster dazwischen geschoben habe. Improvisation wird halt in Kuba groß geschrieben. Was man am Jeep nicht improvisieren konnte, war die sehr unruhige Lenkung. Wirklich zu verschmerzen war, dass die Klimaanlage nicht funktionierte. Die Tour startete im Hotel und es ging zunächst nach Matanzas und wir erkundeten etwas die Stadt. Von dort aus ging es zur sogenannten „Schwiegermutterbrücke“. Ein absolutes Highlight der Tour war die Safari per Speedboat über den Rio Yumuri – hier konnte man die schöne Fauna rund um den Fluss bestaunen und mit abgeschaltetem Motor konnte man am Rande des Yumuri Flusses sogar die am Ufer weilenden Vögel beobachten. Zum Ende der Tour ging es noch in eine Tropfsteinhöhle, in der man baden gehen konnte kann – hier wurden aber viele Touristen hingebracht, so dass es sehr überfüllt war und man freiwillig auf das kühlende Nass verzichtet hat. Während der Jeeptour wurden auch einige kleine künstliche Pausen mit Showeinlagen eingelegt, darauf hätte ich gut verzichten können – hier wollte man den Touristen einfach etwas Geld aus der Tasche locken. Auch das Mittagessen von ca. 1,5 h war nicht sehr gut. Das Essen war keineswegs für Vegetarier ausgerichtet und nach einer halben Stunde waren wir schon mit dem Essen fertig. Dies hat unser Guide völlig ignoriert und so saßen wir eine Stunde völlig unnötig dort fest.

Der Strand am Hotel Breezes Jibacoa

Die Strände auf Kuba sind hell und feinsandig – wie hier am Hotel Breezes in Jibacoa.

Fazit Kuba: Nach 14 kubanischen Nächten kehrten wir nach Deutschland mit jeder Menge Eindrücke zurück. Uns hat es wirklich gut gefallen und sicherlich war das nicht der letzte Besuch.

Text/ Fotos: Andrea W.

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

1 Kommentar

  • Antworten Lea Bmann 8. November 2016 at 11:31

    Richtig toller und ausführlicher Bericht. Ich liebe es vor einer Reise schon Erfahrungsberichte zu lesen und den ein oder anderen Insidertipp abzugreifen :) Ward ihr nur in einem Hotel oder seid ihr rumgereist? Ich habe mich diesmal dazu entschlossen eine organisierte Kuba Rundreise zu buchen, da ich sonst alleine unterwegs wäre und ich gerne in Gesellschaft reise. Bin total gespannt wie das so ist. Es gibt aber genug Freizeit um auch auf eigene Faust das Land zu entdecken.

  • Hinterlassen Sie eine Nachricht

    Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir zur Optimierung Ihres Lesegenusses Cookies verwenden. mehr

    Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir zur Optimierung Ihres Lesegenusses Cookies verwenden. Aus rechtlichen Gründen müssen wir Sie an dieser Stelle darauf hinweisen. Mehr Details gibt es auch in unseren Datenschutzbestimmungen, verlinkt im Impressum.

    Close