Magdalenenfjord, Kreuzfahrt in eine Zauberwelt aus Eis

9. September 2014

Der Magdalenenfjord am arktischen Archipel Spitzbergen zählt zu den Höhepunkten jeder Nordlandkreuzfahrt. Etwa drei Schiffsstunden nördlich des Polarforschungsstandorts Ny Alesund ist der Magdalenenfjord für viele Kreuzfahrer das Tor ins ewige Eis.

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Meist entdeckt man schon auf dem Weg aus der Ferne einige Gletscher, unterbrochen von spitzen, dunkelbraunen Bergspitzen. Das ist Spitzbergen. Karg und lebensfeindlich, denn hier ist es bitterkalt, das ganze Jahr über. Nur etwa 1.000 Kilometer entfernt vom Nordpol gibt es keinen Sommer, auch zwischen Juni und August, wenn es niemals dunkel wird, ist der Zustand eher als heller Winter zu bezeichnen. Die Durchschnittstemperatur von Spitzbergen liegt bei -3,5 Grad Celsius. Im August, wenn viele Kreuzfahrtschiffe auf Nordlandkreuzfahrt Spitzbergen und den Magdalenenfjord ansteuern, kann es mit viel Glück auch 6°C „warm“ werden, mit eisigem Wind. Dennoch lohnt sich die Aussicht von Deck bei einer Kreuzfahrt mit Ziel Magdalenenfjord.

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Die Einfahrt in die langgezogene Bucht beginnt unspektakulär. Sie wird von einer braunen Landmasse gesäumt, die einige glückliche Kreuzfahrer auch sehen können, wenn nicht gerade wieder ein Nebelfeld gegen das Land drückt. Wenn das Kreuzfahrtschiff langsam in den Fjord gleitet, tun sich immer näher schroffe, spitze Berge links und rechts auf.

Wenn sich der oft sehr dichte Nebel lichtet, kann man auch einen Blick auf die wirklich zipfelmützenförmigen Spitzen werfen. Womit Spitzebergen seinen Namen verdient hat, wird dem Reisenden spätestens jetzt klar.

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Ein paar bescheidene Mini-Eisberge kreuzen des Weges, während der Fjord immer enger wird. Voraus liegt ein Feld voller Meereis, an dessen Ende sich nach acht Kilometern der Gletscher Waggonwaybreen ins Meer schiebt. Dieser Anblick ist der Höhepunkt des Kreuzens im Magdalenenfjord, und bei diesem Naturschauspiel werden sich die meisten Passagiere in wärmster Kleidung auf den Außendecks versammeln, um sich andächtig an dieser eindrucksvollen arktischen Schönheit zu erfreuen.

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Vielgereiste Kreuzfahrer berichten, der Gletscher habe sich in den vergangenen Jahren sehr weit zurückgezogen. Heute ist er in der Ferne zu betrachten. Früher konnte man im Magdalenenfjord sogar mit Tenderbooten anlanden, doch dies verbietet die Norwegische Regierung seit einigen Jahren, um die fragile Natur zu schützen. So bleibt den Nordland-Reisenden der atemberaubende Ausblick auf dieses noch weitgehend unberührte Stück arktischer Pracht im Magdalenenfjord.

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Heute holt die Crew jedoch traditionell ein kleines Stück Gletschereis aufs Schiff, um damit die Drinks des Abends zu veredeln.

Text/ Fotos: ina / ReiseWorld

Foto 7+8: Markus Sommer

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1 Kommentar

  • Antworten Spitzbergen, Reisetipps für KreuzfahrerReiseWorld 10. September 2014 at 15:51

    […] drei Schiffsstunden nördlich von Ny-Alesund beginnt die Einfahrt in den Magdalenenfjord. Hier können Kreuzfahrtschiffe in eine immer enger werdende Einbuchtung hineinfahren, bis eine […]

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