Frühlingserwachen in Malaga

4. März 2014

Costa del Sol – Bettenburgen, zubetonierte Landschaft, Massentourismus im Sommer.  Alles richtig, aber es gibt auch eine andere Costa del Sol. Die, an der man schon im Februar Frühlingsgefühle bekommt und in deren Hinterland man die ursprüngliche Schönheit Andalusiens entdecken kann.

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Malaga ist mit fast 600.000 Einwohnern eine Hafen- und Universitätsstadt an der Costa del Sol und wurde im 8. Jahrhundert vor Christi gegründet. Aber in dieser Riesenstadt gibt es einzigartige Momente und Besonderheiten zu erleben und entdecken.

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Eine dieser Besonderheiten am Rande von Málagas Altstadt, an der Alameda Pricipal/Ecke Pastora, ist die uralte Weinstube Antigua Casa de la Malaga, ein absolutes „Muss“. Dort treffen sich Andalusier und manchmal auch Touristen um den typischen süßen andalusischen Dessertwein zu verkosten. Dieser wird in kleinen Probiergläsern an einer langen, vom vielen Scheuern schon blanken uralten Theke serviert und im Stehen verköstigt. Riesige Weinfässer enthalten alte, sehr alte und uralte Weine, wie uns der Sommelier mitteilt. Die Rechnung schreibt er mit Kreide direkt auf das Holz der Theke. Mit einem feuchten Wisch ist alles weg. Wir werden wiederkommen, eine einzigartige Atmosphäre.

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Erlebenswert auch die vielen kleinen Altstadtgassen von Málaga, im Februar schon leben die Andalusier auf den Straßen. An jeder Ecke typische kleine Tapas Bars. Frischer Fisch, Oliven, Brot und Wein, draußen natürlich. Am Nebentisch feiern Einheimische einen Geburtstag in der für Spanien eigenen lebhaften, fröhlich lauten Art. Diese Art zu Feiern hat etwas Mitreißendes und wir haben fast das Gefühl mitzufeiern, auf jeden Fall ist diese Lebhaftigkeit ansteckend.

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Unbedingt besuchen: die beiden Burgen in Málaga, die als Verteidigungsanlagen auf dem Gibralfaro-Hügel von den Mauren im 11. Jahrhundert errichtet wurden.
Die untere Burg – Alcazaba – zieht die Touristenströme an, man kommt sogar mit einem Aufzug dorthin.

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Sehenswerter, die obere Burg-Gibralfaro-, – schon beim zugegebenermaßen mühevollen Aufstieg wird man belohnt durch einen fantastischen Ausblick über die Dächer von Málaga mit den angrenzenden Berghängen und auf den Hafen und Strandbereich der Costa del Sol.

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Oben angekommen dann eine riesige Anlage, die viel Platz und damit auch viel Ruhe bietet und mittendrin ein lauschiges Café. Dort genießen wir kühlen Wein und Tapas und die letzten Strahlen der untergehenden Sonne.

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Noch mehr Lust auf das ursprüngliche Andalusien?
Wie wäre es mir dem „weißen Dorf“ Benalmádena. Der gleichnamige Ort unten an der Küste der Costa del Sol unweit von Malaga besteht aus riesigen Hotels, das ursprüngliche Dorf oben am Berg aus maximal einstöckigen schneeweiß getünchten Häusern.

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Und ein weiterer Tipp um die ursprüngliche Landschaft Andalusiens kennen zu lernen – eine Fahrt nach Ronda. Eine kurvige Strecke, manchmal abenteuerlich in die steilen Hänge gefräst. Zum Teil sind die Berghänge sehr karg und man muss schon mal mit einem Schaf oder eine Ziege auf der Straße rechnen. So wie hier muss die Landschaft schon vor Jahrhunderten ausgesehen haben. Der Blick reicht weit übers Mittelmeer bis hin nach Gibraltar. Die Fahrt selbst ist also schon ein Erlebnis und am Ende erhebt sich Ronda über die Landschaft. Aber darüber steht so viel in diversen Reiseführern, dass wir darauf jetzt nicht näher eingehen wollen.

Spanien Reise, Ronda

Eins steht fest – uns haben die wenigen Tage im Februar-Frühling so gut gefallen, dass für uns feststeht: wir werden wieder hinfahren, nach Málaga und uns dann Andalusien vielleicht mal zu einer anderen Jahreszeit ansehen – vielleicht sogar einmal im Hochsommer.

Text/ Fotos: Marina & Holger Majchrzak, ReiseWorld

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