Malerisches Moorea

1. September 2011
Lagune von Moorea

Nach einer kurzen Überfahrt erreichen wir das malerische Moorea. Wild und zerklüftet bestimmen die zackigen Kraterränder die Silhouette der Insel. Palmenhaine wehen im Wind und Ananasplantagen glänzen grün-gräulich an den steilen Hängen. Nur hier und dort sieht man ein Häuschen oder ein Fahrzeug. Auf der Insel leben nur etwa 16.000 Menschen, von denen viele im benachbarten Tahiti arbeiten. MS Astor liegt in der Cook-Bucht auf Reede.

Von dort aus machen wir uns auf zu einer Fahrt in die Lagune von Moorea. Sanft gleitet unser Boot über türkisfarbenes Wasser, in der Ferne hören wir die Wellen, die gegen das Riff schlagen. Über den Bergspitzen türmen sich bedrohliche Wolkenmassen. Doch die Sonnenstrahlen erreichen die polynesischen Beach Resorts. Von den Luxushütten, die auf Stelzen im Wasser stehen, sehen viele unbewohnt aus. Nur das Intercontinental Hotel mit seinem Delfin-Schwimmbecken, das wir passieren, macht einen belebten Eindruck. Unsere Bootsfahrt führt uns im Zig-Zag-Kurs durch die Lagune. Vorbei an der Opunohu-Bucht und einem Schiffswrack am Riff über einen bunten Korallengarten. Hier ist das Wasser so klar, dass wir aus dem fahrenden Boot kleine Fische sehen können. Wir halten an einer Untiefe mitten in der Lagune und unter unserem Boot warten schon ein paar Stachelrochen an der Futterstelle. Auch ein Gruppe Riffhaie umkreist uns. Mit Schnorchelausrüstung stürzen wir uns ins Wasser und bewundern die Tiere. Die Haie sind vergleichsweise klein, schimmern gelblich-braun? und beäugen die Fremdlinge mit den bunten Brillen interessiert. Die Rochen freuen sich über die Abwechslung, schwimmen mitten durch die Schar schnorchelnder Besucher, platschen mit den Flossen und wollen spielen. Vielleicht hoffen sie auch auf etwas Futter.

 

 

Thomas’ Logbuch: Einfach fantastisch. Schon auf Bora Bora durften wir einmal mit Rochen tauchen, aber Haie gab es dort nachmittags nicht in der Lagune, weil es denen dann zu warm ist. Hier auf Moorea dürfen wir jetzt auch Haie sehen! Direkt drei, vier Meter neben uns im Wasser schwimmen sie an einer Riffkante, an der es mysteriös tiefblau tiefer hinab geht. Die Haie sind über zwei Meter lang und sehen nicht gerade harmlos aus. Aber sie sind zu klein, um Menschen zu fressen. Hat man mir gerade zumindest gesagt. Jedenfalls beobachte ich sie aus zumindest gefühlt sicherer Entfernung und nehme mir zum Streicheln wieder die Stachelrochen vor. Auch hier in der Lagune von Moorea gibt es zahlreiche Rochen – und sie sind sogar noch friedlicher und zutraulicher. Sie genießen es, regelmäßig für die Touristen gefüttert zu werden, das muss ein einfaches Leben sein. Sich immer ein wenig streicheln lassen und die Fische in den Mund geschoben bekommen. Da können ganz wilde Artgenossen nur von Träumen. Für uns ist es wieder ein tolles Erlebnis, diese Tiere in mehr oder minder freier Natur so zu erleben. Was ich besonders gut finde: Auch wenn diese Rochen schon an den Menschen gewöhnt sind, so leben sie doch frei und könnten jederzeit auch woanders hin. Dass es auch anders geht, erfahren wir auch auf diesen Inseln: Es gibt auch eingezäunte Lagoonarien, in denen die Tiere bewusst in großzügigen Wasser-Gehegen gehalten werden, damit sie besonders leicht zu erreichen sind für die Touristen. Da ist uns die natürliche Variante schon lieber, man fühlt sich da schon eher als Öko-Tourist. Ich bin immer wieder besonders beeindruckt von der Eleganz der Tiere, wie sich der Flügel auf beiden Seiten leicht wellt und sie dadurch im Wasser zu fliegen scheinen.

 

 

Wir lassen Haie und Rochen zurück und nehmen Kurs auf ein Motu. Hier bereiten Einheimische für uns ein typisch tahitianisches Gericht zu: Thunfisch in Kokosmilch. Frische, rohe Thunfischwürfel werden mit Limettensaft abgelöscht. Hinzu kommen geraspelte Möhren, Schlangengurken und Zwiebeln. Dann gibt man Kokosmilch hinzu und fertig ist ein erfrischendes Mittagessen. In dem klaren Wasser an dem kleinen Strand vor dem Motu begrüßen uns wieder zwei Stachelrochen, die den Schwimmern folgen – ob sie dies lachend hinnehmen oder schreiend aus dem Wasser spurten. Wir lassen den Tag entspannt ausklingen, bis am Nachmittag ein tropischer Regenschauer auf uns niederprasselt und wir uns auf den Weg zurück zur Astor machen.

Auch am Abend beim Auslaufen halten die Gewitter an. Doch wir fahren ihnen davon und können sie aus sicherer Distanz beobachten. Von drei verschiedenen benachbarten Wolken bekommen wir ein imposantes Naturschauspiel geboten: Wie in einer Choreographie wechseln sie sich mit dem Blitzen ab. Die Blitze müssen jeweils innerhalb der Wolke entstehen, denn wir sehen, wie die gesamte Wolke jeweils erhellt wird. Gleichzeitig muss die Wolke selber als Wattebausch dienen, die den Schall isoliert. Denn wir hören keinen Donner. Nur ein ganz ganz leises Grummeln, wenn man denn so will und es nicht mit dem Schiffs-Schornstein verwechselt. Manchmal wird der gesamte Nachthimmel auf dem Südseemeer für Bruchteile von Sekunden erhellt.

Moorea. In ihrer Form gleicht sie mit ein bisschen Fantasie einem zerklüfteten Herz. Kreuzfahrtschiffe legen in der Cooks Bay an, dort befindet sich der größte Ort Paopao. Insgesamt leben auf der Insel gut 16.000 Einwohner. Jedes Jahr kommen 250.000 bis 300.000 Touristen (inklusive Kreuzfahrt-Besucher). Daraus ist ersichtlich, dass die meisten Touristen für den Tourismus arbeiten. Die Landwirtschaft ist ebenfalls noch wichtig, allerdings verkaufen die Bauern ihre Produkte zumeist direkt an die Hotels vor Ort, weshalb sie in gewisser Weise ebenfalls für den Tourismus arbeiten. Weitere Einwohner arbeiten wochentags im 20 Kilometer entfernten Tahiti.

Weiter geht’s mit einer besonderen Herausforderung an Bord.
Direkt zum ersten Artikel unserer Weltreise mit MS Astor geht es hier.

Alle Videos von unserer Weltreise mit MS Astor findet ihr im ReiseWorld Youtube-Kanal.

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