MS Hamburg, charmantes Schiff mit sonnigem Gemüt

10. April 2016

MS Hamburg ist eines der wenigen, klassischen Kreuzfahrtschiffen mit Deutsch als Bordsprache, die heute noch auf den Weltmeeren unterwegs sind. Wir lieben kleine Kreuzfahrtschiffe, die noch Seefahrtstraditionen leben. Deshalb haben wir uns mit der Hamburg auf eine Reise zu den Trauminseln im Indischen Ozean begeben.

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In warmen Gefilden kann die Hamburg punkten. Der Mittelpunkt des kleinen Kreuzfahrtschiffes ist der Poolbereich. Besonders an sonnigen Seetagen spielt sich hier das Bordleben ab. Der Pool ist verhältnismäßig groß, für ein kleines Kreuzfahrtschiff wie dieses. Um den Pool herum gibt es Liegestühle mit einer schattenspendenden Überdachung und zahlreiche Sitzgelegenheiten. Hier können die Kreuzfahrtgäste alle Mahlzeiten einnehmen, die im Buffet-Restaurant Palmengarten nebenan angeboten werden.

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Damit bietet die Hamburg eine echte Alternative zu der festen Tischzeit im Hauptrestaurant. Wer kein Mehr-Gänge-Menü mit einer festen Tischgemeinschaft Abend für Abend einnehmen möchte, kann sich im Palmengarten selbst bedienen, ohne Abstriche bei der Speisenqualität machen zu müssen.

Und das Essen unter freiem Himmel ist einfach eines der Dinge, die den Reiz einer Kreuzfahrt ausmachen. Wir haben auf unserer Kreuzfahrt gemerkt, dass sich die Hamburg Crew bemüht, besondere Momente für die Gäste zu schaffen. So haben wir auf dieser Reise das außergewöhnlichste Kreuzfahrt-Dinner aller Zeiten erlebt: Ein buntes Buffet rund um den Pool unter dem südlichen Sternenhimmel. Weiß gedeckte Tische für alle Passagiere, echte Palmenwedel an den Seiten und Musik einer extra an Bord gebrachten Folklore-Band inklusive. So etwas Besonderes erlebt man nur auf kleinen Kreuzfahrtschiffen.

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Auf der Hamburg geht es meist sportlich-elegant zu. Auch mit Jeanshose wird man sich hier nie fehl am Platz fühlen. An den Galaabenden kann man sich in Schale werfen. Denn auf MS Hamburg pflegt man die klassische Seefahrtstradition mit Kapitänsdinner. Ein bisschen Traumschiff-Feeling gehört auf einer klassischen Kreuzfahrt irgendwie mit dazu.

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Die Hamburg ist ein sehr kleines Kreuzfahrtschiff, mit einer Breite von 21,5 und einer Länge von 144 Metern. Sie ist das einzige Kreuzfahrtschiff, dass den Sankt-Lorenz-Strom in Nordamerika bis auf die Großen Seen befahren kann. Andere Schiffe sind zu groß, um die Schleusen dort zu passieren.

Ein überschaubares Schiff wie dieses bringt natürlich eine gewisse Intimität mit sich. Auf unserer Reise sind etwa 300 Gäste an Bord. Schon nach wenigen Tagen kennt man sich und kommt ins Gespräch. Die Hamburg hat keine Balkonkabinen und wenn das Wetter es zulässt, ist jeder an Deck. Da kann es auch schon einmal voller werden. Aber auch das gehört dazu.

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Besonders bemerkenswert ist die Freundlichkeit des Personals. Die kleine Hamburg von Plantours Kreuzfahrten ist ein sehr persönliches Schiff. Das Personal, das hauptsächlich aus Osteuropa und Asien stammt, spricht gutes Deutsch und ist stets hilfsbereit. So kannte die Kellnerin auf dem Pooldeck schon nach einem Tag meinen Namen und meine Kabinennummer. Das ist ein Rekord.

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Die Hamburg ist knapp 20 Jahre alt. Sie wurde 1996 gebaut und als Columbus an Hapag-Lloyd Kreuzfahrten verchartert. Seit 2012 fährt sie für Plantours als MS Hamburg. Sie ist neben den Phoenix-Schiffen, der Berlin und der Astor und den Luxus-Schiffen von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten eines der wenigen, deutschsprachigen Kreuzfahrtschiffe, die heutzutage noch immer neue Ziele anlaufen. Dieses „Auf zu neuen Ufern“ ist das, was mir an der klassischem Kreuzfahrt so gefällt. Man nähert sich mit dem Kreuzfahrtschiff immer wieder neuen Orten auf der Welt, die sich ihren exotischen Charakter bewahrt haben. Große Reedereien lassen ihre Schiffe oft die gleichen Routen mehrfach pro Saison fahren. Da ist wenig Platz für Spontanität, wie ein Pool-Dinner unter dem Kreuz des Südens.

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All dies erinnert noch ein bisschen an die gute, alte Zeit der Kreuzfahrt, die mit den modernen Kreuzfahrtschiffen nicht viel gemein hat. Dies zeigt sich auf der Hamburg auch in der Inneneinrichtung. Irgendwie fühlt sich hier noch viel wie in den 1990er Jahren an, auch wenn man sich Mühe gibt, die Lady in Schuss zu halten.

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Die Kombination aus herzlicher Crew, gelebter Kreuzfahrttradition und Modernisierungsbemühungen macht den einzigartigen Charme dieses Kreuzfahrtschiffes aus. Wir hoffen, dass MS Hamburg mit ihrem sonnigen, gelben Streifen noch lange exotische Häfen in aller Welt anläuft.

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1 Kommentar

  • Antworten Kreuzfahrt mit MS Hamburg, ein Logbuch – Luxusreiseblog ReiseWorld 17. April 2016 at 21:34

    […] beginnen unsere Kreuzfahrt mit MS Hamburg in Male. Unser Ziel: Die Trauminseln im Indischen Ozean. MS Hamburg liegt auf Reede und uns empfängt feucht tropische Luft und ein erster Sonnenuntergang am […]

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