Padua, Stadt der Denker #EduPadua

9. April 2014

Blickt man nach Nordostitalien, peilt man häufig die Regione del Veneto an. Dort befindet sich der Publikumsmagnet Venedig, der schlagartig mit der Stadt der Liebe und pittoresken Gondeln assoziiert wird. Unsere nächste Reise soll jedoch in eine etwas unbekanntere Stadt namens Padua gehen, die rund eine Viertelstunde von Venedig entfernt liegt. Nach unserem letzten Besuch am Gardasee, wurde unser italienisches Temperament geweckt, weshalb wir wissen wollten, wo sich die Geheimtipps in Italien befinden.

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Handschrift von Galileo Galilei

Ende des 16. Jahrhunderts war es soweit, dass Galileo Galilei an den Lehrstuhl für Mathematik berufen wurde, nachdem er seinen mager bezahlten Beruf als Lektor in Pisa aufgab. Die Stelle als Professor an der Universität in Padua war deutlich besser dotiert, weshalb er dort für einen Zeitraum von 18 Jahren blieb und damit die Stadt nachhaltig prägte.

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Entwicklung zur Universitätsstadt

Padua ist mit 208.000 Einwohnern nur unwesentlich kleiner, als das deutlich bekanntere Venedig, zählt jedoch mit rund 63.000 Studenten zu einer Universitätsstadt. Nicht ohne Grund erwähnten Goethe, Fontane und Brecht in ihren Werken Faust, Das Leben des Galilei und Effi Briest die Stadt mit überschwänglichen Passagen.

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Sightseeing überall

Als eine der ältesten Städte in Italien, gilt der Ursprung der Stadt mehr als ein Jahrtausend vor der Zeitrechnung als sicher. So ist es nicht verwunderlich, dass in dieser langen Zeit einige Sehenswürdigkeiten die Stadt verschönerten. Dazu zählen unter anderem die Basilica di Sant’Antonio, die Scrovegni-Kapelle und eigentlich auch jedes Haus und jede Villa, die einem in den engen Straßengängen begegnet. Selten erlebt man so abwechslungsreiche Verwendungen von Baustilen, die sich mal als venezianisch, mal als Barrock darstellen.

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Paduanisches Kulturbewusstsein

Sobald sich Touristen auf dem Weg nach Padua befinden, folgen sie meist drei Motiven. Entweder sie wollen günstiger unterkommen, als im deutlich teuereren Venedig oder sie sind auf der Suche nach heilendem Thermalwasser. Obwohl beide Motive sicherlich nicht von der Hand zu weisen sind, möchten viele Touristen ihr Kulturbewusstsein schärfen, was in in dieser Region großartig funktioniert.

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Nach einem wenig ausgedehnten Frühstück, wird der Drahtesel bestiegen und kurze Zeit später findet man sich wieder auf malerischen Pässen, um eine Villa zu erkunden, wovon es in der Region reichlich gibt. Anschließend wird ein Fünf-Gänge Menü eingenommen, was gut und gerne drei Stunden des Tages einnehmen darf. Schließlich geht es dabei nicht um die Nahrungsaufnahme selbst, sondern um den sozialen Aspekt.

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Text/ Fotos: Mikhail Bievetskiy, ReiseWorld

 

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2 Kommentare

  • Antworten Auf Schlemmerreise nach Padua ‹ ReiseWorldReiseWorld 22. April 2014 at 15:02

    […] hatten uns schon ein wenig auf Kultur eingestellt, als wir zur Blogtour #EduPadua nach Padua geflogen sind. Kultur haben wir dann auch bekommen, […]

  • Antworten Panoramic Hotel Plaza, Wunderwelt des Heilwassers ‹ ReiseWorldReiseWorld 5. Mai 2014 at 14:57

    […] unserer Reise nach Padua gab es nicht nur viel Kultur, sondern auch sehr gutes Essen. Geschlafen haben wir während unseres Aufenthaltes im […]

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