Barcelona, auf den Ramblas

19. April 2014

Im Artikel  „Barcelona – meine Traumstadt“ habe ich euch auf Barcelona eingestimmt. Aber wie es häufig nach dem ersten Mal ist, man „will“ immer mehr. Barcelona ist mittlerweile die Stadt meiner Träume und ich werdein diesem Blog immer wieder von der Stadt erzählen, die ich so sehr mag. Diesmal widme ich den Artikel  „der“ Flaniermeile Barcelonas, den Ramblas. Auf den Ramblas kann man das mediterrane Flair und die Lebhaftigkeit Barcelonas besonders gut genießen.

Unter dem wundervollen mediterranem Flair verstehe ich die Wärme in der Luft, die Helligkeit, die Palmen, die fröhlichen Menschen, der Duft nach Meer, nach Kräutern. Und das besondere Licht des Südens, das schon Goethe in Italien bestaunte und liebte. Ich glaube es gibt kaum ein Land auf dieser Welt, dessen Bewohner man in Barcelona und insbesondere auf den Ramblas nicht trifft. Viele Länder und Kulturen, junge und alte Leute trifft man dort in einem einmaligen friedlichen Zusammensein.

Von den Ramblas gehen rechts und links viele kleine Gassen ab, die es sich lohnt zu erkunden. So gibt es eine winzig kleine Straße, die ich nur mit Hilfe des Marco Polo Reiseführers gefunden habe. Sie heißt Xuclà, 4, im Stadtteil El Raval und dort gibt es die älteste Milchbar der Stadt. Man bekommt dort Horchata de Chufa  (Orxata de Xufes auf valencianisch):  eiskalte, leckersüße Erdmandelmilch, die ich mir jedes Mal aufs Neue gönne. Diese Bar ist noch genauso eingerichtet wie man sich eine uralte Milchbar vorstellt:  Die Bedienung in schwarzen Hosen oder Röcken und weißen Hemden oder Blusen, auf dem Boden und an den Wänden Fliesen die fast noch im Originalzustand sind und Tische und Stühle wie zu Urgroßelterns Zeiten. Das Ganze hat den Charme des Alten und man sollte es gesehen haben wenn man auf den Ramblas in Barcelona unterwegs ist.

Bestellt man Schokolade mit Hörnchen, bekommt man nicht wie bei uns in Deutschland einen Kakao, sondern einen etwas dünneren Schokoladenpudding in einer Tasse. Und das Hörnchen wird dann gedippt. Nachher ist der Unterteller völlig verschmiert, aber diese süße Sünde ist es wert.

Kommt ihr aus der Milchbar, solltet ihr auf jeden Fall rechts herum gehen, dann betritt man einen kleinen Platz. Dieser hat keinen Namen, hat es mir aber besonders angetan: Drei kleine Bars mit Tischen und Stühlen vor den Lokalen laden, vor allem abends zum Verweilen ein. Da dieser Platz ja direkt neben den Ramblas zu finden ist, machten wir gerne dorthin noch einen Abstecher bevor wir zurück ins Hotel gingen. Sobald es dämmert war die Atmosphäre einfach toll.

Fröhliche Menschen, Einheimische wie Touristen sitzen an den Tischen, trinken Wein, Sangria oder Ähnliches, essen Kleinigkeiten, wie Patatas Bravas, Oliven, Tintenfischstreifen. Sie plaudern, genießen, träumen vor sich hin, kommen mit den Menschen am Nachbartisch ins Gespräch, oder halten ein Schwätzchen mit der lustig fröhlichen Bedienung. Hier macht allem Anschein nach auch das Arbeiten Spaß.

Dann sobald es dunkel ist, treten Kleinkünstler auf. Einfache Leute, die irgendetwas besonders gut können, sei es Akkordeon spielen, jonglieren mit Kegeln oder Feuer, Studenten die Gitarre spielen und einiges mehr. Nach ihren Auftritten gehen sie dann mit Hüten, Schälchen oder alten Blechdosen an den Tischen vorbei und hoffen auf ein paar Cent. Zuhause empfinde ich so etwas meist als störend, weil ich meist nur kurz zum Essen gehe,  nach dem Stress einer Arbeitswoche. In Barcelona gehört das dazu und wir warteten förmlich darauf, ob wieder die gleichen Künstler etwas vorführten wie vor ein paar Monaten, oder ob wieder andere ihre Kunststücke vorführen.

Auf der anderen Seite der Ramblas, wenn man vom Hafen aus wieder nach oben in Richtung Placa Catalunya schlendert ist es, sollte man auf  der rechten Seite in jeden Fall den Placa Real besuchen. Dieser  Platz ist riesig – im Gegensatz zu dem kleinen beschaulichen Platz neben der Milchbar. Rundherum stehen alte, hohe Häuser die auch von hinten eine schöne Fassade haben. Von den Ramblas aus kommt man durch eine große „Einfahrt“ auf den Platz, den in seiner Mitte ein großer runder Brunnen ziert. In der unteren Etage der Häuser finden wir Restaurants, Bars, Pubs, Cafes, in denen man sehr gut Essen kann, oder draußen sitzt, Espresso, Wein, Wasser oder Sangria trinkt, Tapas isst und Leute beobachtet. Es ist schön lachende, gestikulierende, plaudernde oder einfach nur beeindruckte Menschen dort zu sehen. Und auch dort sieht man, sobald es dunkel wird, Gaukler, Artisten, Musiker.  Dies macht für mich das besondere Barcelona Feeling aus. Eines steht fest: Ich werde wiederkommen!

Wenn ihr noch eine Unterkunft in Barcelona sucht, schaut euch unsere Berichte über das W Hotel Barcelona und das Hotel OMM in Barcelona an.

Text, Foto: Marina Majchrzak, ReiseWorld

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1 Kommentar

  • Antworten Hotelreview Hotel Barceló RavalReiseWorld 29. Oktober 2014 at 12:53

    […] Las Ramblas, Barri Gòtic, Parc Güell, Sagrada Familia, die touristischen Epizentren Barcelonas kennt fast jeder und speziell die Kreuzfahrt-Touristen haben auch gar nicht die Zeit für mehr. Auch Besucher, die ein paar Tage länger bleiben, werden nicht unbedingt auf den Stadtteil El Raval aufmerksam. Dabei ist er einer der Ältesten mit besonderen historischen Monumenten und einzigartigen Shopping-Erlebnissen und kulinarischen Entdeckungen. […]

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