Urlaub an Englands Ostküste

10. August 2013
Die Klippenlandschaft von Yorkshire bei Scarborough

„Are you going to Scarborough Fair?“ – Jeder kennt diesen Song von Simon und Garfunkel, aber waren Sie schon einmal in Scarborough? Der Besuch dieser quirligen Hafenstadt an der Ostküste Yorkshires, England, lohnt sich. Als Überbleibsel der einstmals für ganz England wichtigen Trade Fair existiert noch eine kleine Kirmes am Hafen mit seinem vom Meer aus weit zu sehendem Riesenrad.

Blick auf Scarborough und South Bay

Scarborough und South Bay

Der lange Strand am South Beach von Scarborough wird gesäumt von einer Promenade mit „Amusements“, bunte Läden und Spielhöllen. Frische „Fish and chips“ gibt es überall, den Scarborough hat noch einen aktiven, idyllischen Fischereihafen. Besuchen Sie die im Stil der Fünfziger Jahre erhaltene „Harbour Bar“ und genießen Sie ein „Knickerbockers Glory“. Wer es ruhiger liebt, badet hinter der Burghügel, an der South Bay. Hier gibt es einen breiten Sandstrand, kleine Cafés, eine Minieisenbahn und ein großes Aquarium. Alles gut für einen Familienurlaub in typisch englischer Atmosphäre. Denn Scarborough ist „der“ Badeort der Engländer an der Ostküste. Queen Victoria liebte Ihn und hat ihn berühmt gemacht. Wer viktorianische Bäderarchitektur liebt, wird hier reichlich fündig.

Fish and chips sind in Whitby besonders lecker

Fish and chips sind in Whitby besonders lecker

Hier in Scarborough sind die Engländer meist unter sich und ein Liebhaber des „British Way of Life“ kommt hier voll auf seine Kosten. Wer in den Hotels, Gasthäusern oder Gastfamilien kein English Breakfast mit Fried Eggs, Bacon, Baked Beans, Saussages, Tomatoes und Bread zu sich nimmt, wird zumindest gefragt warum nicht – denn freundlich und kommunikativ sind hier alle. Schon morgens kam ich ins Gespräch mit anderen Gästen in meinem Bed & Breakfast und bin dabei dem typischen englischen und schottischen Humor begenet.

Der Strand unterhalb des Spa-Komplexes und Clock Cafés bei Hochwasser

Der Strand unterhalb des Spa-Komplexes und Clock Cafés bei Hochwasser

Nach einem Sandwich zum Lunch ist einem gegen „4p.m.“ vielleicht auch nach einem typisch englischen „Afternoon Tea“. Es gibt viele originelle „Tearooms“ mit hervorragenden „Pastries“ (Scones mit Clotted Cream, Fruit Cake, Shortbread, Flapjack oder Cupcakes) und Sandwiches, die zu dem typischen Yorkshire Tea gereicht werden, natürlich mit der köstlichen englischen Milch vom Lande und einer zusätzlichen Kanne heißem Wasser.

Typisch englisches Gebäck(scones, shortbread, flapjacks, cupcakes) in einem tearoom

Typisch englisches Gebäck(scones, shortbread, flapjacks, cupcakes) in einem tearoom

So hat man beim Tee im viktorianischen „Clock Café“ einen fantastischen Blick über die South Bay mit Stadtsilhouette und Burg. Im „Francis“ wir der „Afternoon Tea“ stilecht in einem ehemaligen Friseurladen gereicht.

Sollte einem nach Baden und Essen nach einem Spaziergang oder gar einer längeren Wanderung oder Radtour sein, auch hierzu bietet Scarborough eine Menge Möglichkeiten. Von Scarborough aus können Urlauber auf markierten Wegen die Klippen erkunden und herrliche Ausblicke genießen. Das Landesinnere, besonders die Yorkshire
Moors sind ein Paradies für Naturliebhaber und Wanderer.

Die Klippenlandschaft von Yorkshire bei Scarborough

Die Klippenlandschaft von Yorkshire bei Scarborough

Sehenswerte, geschichtsträchtige Orte sind nicht weit und per Bus und Bahn von Scarborough aus gut zu erreichen. Robin Hoods Bay, das verwinkelte, ehemalige Schmugglerdorf mit seinem herrlichen Naturstrand. Whitby, der Wallfahrtsort für Gothics aus aller Welt, denn schließlich ist einst Graf Dracula hier an Land gegangen. Wer die Ruine der Kathedrale und den alten Friedhof besucht ist sicher, dass er hier nicht bei Nacht und Nebel sein möchte. Aber tagsüber ist Whitby eine geschäftige Hafenstadt mit den besten „ Fish and Chips“ weit und breit und seinem berühmten, schwarzen Schmuckstein, dem „Jet-Stone“, Queen Victorias Lieblingsschmuck.

Blick auf den Hafen von Whitby/

Blick auf den Hafen von Whitby

 

Graf Dracula was here –der Friedhof und die Kathedrale von Whitby

Graf Dracula was here –der Friedhof und die Kathedrale von Whitby

Sie möchten von Whitby aus auf den Spuren Harry Potters weilen. No problem, der Bahnhof „Goathland“ (Hogdsmeade) befindet sich auch in den Moors, nicht weit von Whitby entfernt. Wenn dort die alte Dampflok, der „Hogwarts Express“, wie im Film einfährt, können auch Harry, Ron und Hermione nicht weit sein.

Der Hogwarts Express fährt in den Bahnhof von Goathland

Der Hogwarts Express fährt in den Bahnhof von Goathland

Vielleicht steht ihr ja mehr auf Mr. Darcy. Yorkshire ist die Heimat der Brontë-Schwestern. Besuchen Sie die Yorkshire Dales und Harworth, wo die Romane „Wuthering Heights“ und „Jane Eyre“ entstanden. Beim Besuch der Gegend und Orte können Sie die Szenerie der Romane originalgetreu nachempfinden, ein Besuch im Brontë-Museum eingeschlossen. Anne Brontë liegt übrigens auf dem Friedhof von St. Mary am Castle Hill von Scarborough begraben.

Wenn ihr interessiert seid an englischer Geschichte ist neben den vielen Orten mit ihren bedeutenden Kathedralen an erster Stelle natürlich York zu nennen.

Die Kathedrale von York – das größte gotische Bauwerk Großbritanniens.

Die Kathedrale von York – das größte gotische Bauwerk Großbritanniens.

Aber auch das Beverly Minster ist äußerst sehenswert und dazu weniger überlaufen als das von York. In Beverly könnt ihr auch St. Marys Church besuchen und das Kaninchen finden, das Lewis Carrol zu dem Charakter des „White Rabbit“ in „Alice im Wunderland“ inspiriert hat.

Beverly St. Marys Church

Beverly St. Marys Church

Solltet ihr noch nicht genug von alten Gemäuern haben, so besucht doch eines der Herrenhäuser mit ihren großzügigen Parkanlagen und Gärten. Ein Genuss für jeden Gartenliebhaber.

Der Garten von Burton & Agnes House

Der Garten von Burton & Agnes House

Ausruhen von allen Erlebnissen könnt ihr euch abends gut in einer der zahlreichen, urigen Pubs. In Scarborough selber gehen Sie in die Stadt zu „Lord Rosberry“, ein Pub, der von Morgen bis abends für groß und klein, jung und alt geöffnet ist, in „The Crown Tavern“ oder „Tap and Spile“. Im „Cask Inn“ und den „Cellars“ gibt es zudem hervorragende Live-Musik.

Danach heißte es dann „sleep well“ und nicht „good night“, denn die Nacht fängt für Briten ja schon beim Dinner, also ab 5.30 p.m. an. Wünscht euch ein Einheimischer also freundlich „nice night“ beim Vorübergehen, heißt das nur „Schöner Abend heute, nicht wahr?!“. Sie sind einfach nett, die Briten! … und freuen sich über Besuch vom „continent“.

Das Herrenhaus Burton & Agnes

Das Herrenhaus Burton & Agnes

Text: ReiseWorld
Fotos: ReiseWorld

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