Sturm in der Südsee

2. September 2011
Sturm Südsee

Die Schlechtwetterperiode soll nicht abreißen. Es schaukelt. Heftig. Die Nacht überstehen wir ohne Übelkeit, aber wir werden jede Stunde einmal wach. Das nervt schon ziemlich. Aber wir sind erst einmal froh, dass wir als nun trainierte Seeleute einen festen Seemagen haben. Was ist los an der Wetterfront? Die ganze Welt spielt verrückt. Überschwemmungen nicht nur regional, sondern ganz global in Brasilien, Sri Lanka, Australien, auf den Philippinen… und direkt bei uns in der Südsee ein mächtiger Zyklon.

Im Bordfernsehen bekommen wir mittlerweile BBC-Worldnews rein, so dass wir auch die Großwetterkarten sehen und beiläufig hören: Hier ist ein tropischer Sturm, der sich auf Neukaledonien hinzubewegt. Wie bitte? Das ist das erste Mal, dass wir Neukaledonien im Fernsehen gehört haben. Tja, und genau dorthin fahren wir jetzt. Wir haben also genau dieselbe Route wie der Zyklon mit dem schönen Namen „Vania“. Dazu kommt, dass eines unser nächsten Ziele, Australiens drittgrößte Stadt Brisbane, gerade eine Flutkatastrophe erlebt. Angeblich ist das Fähren-Terminal sogar zerstört. Und ob wir Morgen in Neukaledonien anlegen können, ist ebenfalls noch nicht klar – das sagt der Flurfunk.

Sturm Südsee

Es ist also mal wieder spannend auf dem Schiff, auch wenn wir auf diese Art von Spannung gerne verzichten würden. Aber natürlich können wir wie jeden Tag die Annehmlichkeiten eines Luxus-Liners in Anspruch nehmen. Nicht um die Handtücher kümmern, nicht ums Putzen kümmern, niemals einkaufen, niemals kochen, einfach nur das Leben genießen, essen – und in unserem Fall auch arbeiten, aber in entspannter Atmosphäre und ohne sonstigen Ballast. Beim Frühstück, Mittag- und Abendessen tauschen wir uns mit unseren neuen Freundinnen und Freunden über Seefahrterlebnisse aus – und erfahren wieder neue Schauergeschichten. Klar, die besonders extremen Ereignisse bleiben schließlich immer in Erinnerung. Ein Koch erzählt, dass er bei starkem Seegang schon Leute im Restaurant hatte, die auf dem Boden liegend gegessen haben. Von den Stühlen wären sie immer wieder heruntergekippt. Wir hoffen noch, dass Vania erbarmen mit uns hat. Aber es schaut nicht gut aus. Draußen schäumen die Wellen und der Wind pfeift schon mahnend ums Schiff.

Können wir morgen auf der Île des Pins anlegen oder müssen wir im Zyklon auf See bleiben? Lest mehr im nächsten Artikel der Serie „Weltreise mit dem Kreuzfahrtschiff“. Direkt zum ersten Artikel unserer Weltreise mit MS Astor geht es hier.

Alle Videos von unserer Weltreise mit MS Astor findet ihr im ReiseWorld Youtube-Kanal.

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